Bewaffneter eröffnet Feuer in Kiew – mehrere Tote, Angreifer von Einsatzkräften getötet
In Kiew starben mindestens sechs Menschen, zehn wurden verletzt, nachdem ein Schütze in einem Supermarkt das Feuer eröffnet und sich verschanzt hatte. Der Angreifer wurde von Einsatzkräften getötet, mehrere Geiseln befreit.
- Bürgermeister Klitschko meldete Tote und Verletzte
- Innenminister Klymenko und Präsident Selenskyj bestätigten die Tötung des Angreifers.
Nach Angaben von Kiews Bürgermeister Vitali Klitschko sind bei einer Schießerei im Holosiivskyi-Distrikt der ukrainischen Hauptstadt mindestens sechs Menschen ums Leben gekommen. Zehn weitere Personen, darunter ein Kind, erlitten Verletzungen; das Kind wurde für weitere Behandlung ins Krankenhaus gebracht, andere Verletzte erhielten vor Ort medizinische Versorgung. Klitschko schrieb, eine junge Frau sei später im Krankenhaus an ihren Verletzungen gestorben.
Im Mittelpunkt der Einsatzmaßnahmen stand ein Supermarkt, in dem sich der Angreifer nach dem Auftakt der Tat verschanzt haben soll. Spezialtaktische Polizeieinheiten stürmten das Gebäude, nachdem Verhandlungsversuche mit dem Mann gescheitert waren. Innenminister Ihor Klymenko erklärte, der Angreifer sei beim Widerstand gegen die Festnahme getötet worden; nach seinen Angaben hatten Polizeiverhandler rund 40 Minuten versucht, mit dem Täter zu sprechen.
Gleichzeitig nannte Präsident Wolodymyr Selenskyj in einem Statement Opferzahlen aus laufenden Ermittlungen und bekundete den Hinterbliebenen sein Beileid. Während Klitschko von sechs Toten sprach, bezifferte der Präsident zunächst fünf bestätigte Todesopfer; er schrieb zudem, zehn Menschen befänden sich mit Verletzungen in medizinischer Behandlung. Die Behörden teilten mit, dass vier Geiseln aus dem Gebäude befreit werden konnten.
Die Generalstaatsanwaltschaft gab Details zum mutmaßlichen Täter bekannt: Demnach handelt es sich um einen 58-jährigen gebürtigen Moskauer, der die ukrainische Staatsbürgerschaft erworben hatte. Medien berichten, der Mann habe zuvor in Bachmut in der Oblast Donezk gelebt und später in den Holosiivskyi-Distrikt von Kiew gezogen. Die Ermittler prüfen weiterhin die genauen Umstände der Tat; bislang machten die Verantwortlichen keine Angaben zu einem möglichen Motiv.
Daneben laufen Untersuchungen zum Ablauf des Einsatzes und zur Zahl der Opfer. Behörden und Einsatzkräfte prüfen Augenzeugenberichte, Beweismaterial und Einsatzprotokolle, um offene Fragen zur Tatsequenz zu klären. Angehörige der Opfer werden betreut, und die Ermittler kündigten an, die Erkenntnisse sukzessive zu veröffentlichen.