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Finale Regeln für Stablecoin‑Erträge im CLARITY Act veröffentlicht – Branche fordert rasche Abstimmung

Der veröffentlichte Text untersagt direkte Zinszahlungen auf Payment‑Stablecoins, lässt aber aktivitätsgebundene Prämien zu; Kryptounternehmen sehen nun Chancen für ein baldiges Gesetzesverfahren.

JKCM News Redaktion 1 Min Lesezeit
Titelbild: Finale Regeln für Stablecoin‑Erträge im CLARITY Act veröffentlicht – Branche fordert rasche Abstimmung
Finaler Kompromiss nimmt risikofreie Stablecoin‑Zinsen aus dem Spiel, öffnet jedoch Raum für nutzungsbasierte Belohnungen.

Nach Angaben aus der Kryptobranche haben die Senatoren Thom Tillis und Angela Alsobrooks den finalen Wortlaut der Bestimmungen zu Stablecoin‑Erträgen im CLARITY Act veröffentlicht. Der Abschnitt mit der Überschrift SEC 404. Prohibiting interest and yield on payment stablecoins legt demnach fest, dass Kryptofirmen keine Form von Zins‑ oder Ertragszahlungen leisten dürfen, die allein für das Halten von Payment‑Stablecoins gewährt werden — ähnlich einem Bankeinlagezins oder vergleichbaren verzinslichen Produkten.

Gleichzeitig sieht der Text eine Ausnahme für Prämien vor, die an bona fide activities gebunden sind. Damit bleibt es den Anbietern möglich, Nutzungsanreize zu zahlen, sofern diese klar an echte Aktivitätskriterien auf Plattformen oder Netzwerken gekoppelt sind und nicht als risikofreier Ersatz für Bankeinlagen fungieren. Branchenvertreter beschreiben die Formulierung als Kompromiss, der die Bedenken des Bankensektors berücksichtigt, ohne der Kryptoindustrie jegliche Möglichkeit zu entziehen, funktionale Nutzerbelohnungen anzubieten.

Der veröffentlichte Finaltext wird in der Industrie als wichtiger Fortschritt auf dem Weg zu regulatorischer Klarheit für Stablecoins bewertet. Marktbeobachter und Führungskräfte heben hervor, dass die Klärung dieser Frage eines der zentralen Hindernisse für das weitere Vorgehen des Gesetzes darstellte. Nun richten viele Akteure den Blick darauf, wie streng die bona fide‑Kriterien ausgelegt werden und welche praktischen Folgen dies für Produkte und Konditionen von Kryptobörsen und Dienstleistern haben wird.