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Keir Starmer: Verbleib der USA in der Nato liege im US‑Interesse, Europa müsse mehr beitragen

Der Premier verteidigt die Nato gegen Trumps Rückzugsdrohungen und fordert zugleich stärkere Beiträge europäischer Partner im Zuge der Spannungen mit dem Iran.

JKCM News Redaktion 2 Min Lesezeit
Titelbild: Keir Starmer: Verbleib der USA in der Nato liege im US‑Interesse, Europa müsse mehr beitragen
Starmer warnt vor einer Schwächung der Allianz und drängt auf mehr europäische Verantwortung für die kollektive Verteidigung.

Nach Angaben des britischen Premierministers Keir Starmer liegt es im besten Interesse der USA, in der Nato zu bleiben. Am Ende einer mehrstufigen Reise durch den Golf, bei der er unter anderem in Katar, Saudi‑Arabien, den Vereinigten Arabischen Emiraten und Bahrain Station machte, betonte er die Bedeutung des Bündnisses für die kollektive Sicherheit und warb zugleich für höhere Beiträge europäischer Staaten.

Im Mittelpunkt seiner Äußerungen stand die klare Zurückweisung wiederholter Drohungen des US‑Präsidenten, die Vereinigten Staaten aus dem Verteidigungsbündnis zu ziehen. Starmer bezeichnete die Nato als das effektivste Militärbündnis der Welt und hob hervor, dass sie über Jahrzehnte zur Stabilität beigetragen habe. Zugleich forderte er europäische Partner auf, ihre Verteidigungsausgaben und Beiträge zu erhöhen, um die Lasten innerhalb der Allianz gerechter zu verteilen.

Gleichzeitig machte der Premier deutlich, dass Großbritannien eine stärkere europäische Rolle innerhalb der Nato befürwortet. Die Regierung arbeite bereits daran und koordiniere strategisch mit Partnern im Bündnis, um eine robustere europäische Komponente zu entwickeln. In Gesprächen mit den Golfstaaten habe er zudem die Sicherheit internationaler Schifffahrtswege – insbesondere der Straße von Hormus – sowie die Notwendigkeit, Zölle oder andere Einschränkungen für die Durchfahrt zu verhindern, zur Sprache gebracht.

Daneben berichtete Starmer von einem längeren Telefonat mit Präsident Trump, in dem die sichere Passage von Handelsschiffen durch die Straße von Hormus erörtert worden sei. Er warnte vor Maßnahmen, die die freie Navigation einschränken könnten, und betonte die gemeinsame Sorge über die Fragilität der aktuellen Waffenruhe sowie die Gefahr weiterer Eskalationen durch anhaltende Angriffe in der Region.

In Doha zog Verteidigungsminister John Healey zudem Vergleiche zwischen Rhetorik und praktischer Kooperation und verwies auf britische Beiträge zum Schutz der Golfstaaten, etwa durch Luft‑ und Bodenabwehrmaßnahmen. Healey hob hervor, dass die erlaubten Basen und Verteidigungsleistungen des Vereinigten Königreichs für die Operationen der USA von Wert gewesen seien, und plädierte dafür, den Fokus auf konkrete Zusammenarbeit statt auf mediale Provokationen zu richten.