Marokko beendet Kanadas historische WM‑Erfolgsgeschichte und zieht ins Viertelfinale ein
Marokko entschied das Achtelfinale in Houston mit 3:0 für sich und bleibt ungeschlagen; im Viertelfinale trifft das Team auf den Sieger aus Frankreich gegen Paraguay.
- Azzedine Ounahi traf per Kopf zur Führung, erhöhte später und Soufiane Rahimi stellte in der Nachspielzeit den 3:0-Endstand her
- Kanada beendet sein bislang bestes WM‑Turnier.
Die Kernentwicklung: Marokko setzte sich im WM‑Achtelfinale in Houston klar mit 3:0 gegen Kanada durch und beendete damit den bislang besten Turnierlauf der Nordamerikaner. Nach einer relativ ausgeglichenen ersten Halbzeit brachte Azzedine Ounahi die Nordafrikaner in der 50. Minute in Führung. Er legte später in der 82. Minute mit einem Konter nach, und in der achten Minute der Nachspielzeit sorgte Soufiane Rahimi für den endgültigen Abstand.
Im Mittelpunkt des Spiels stand die Effizienz im Abschluss auf marokkanischer Seite gegen Phasen des kanadischen Druckspiels, die ohne Torerfolg blieben. Kanada hatte in der ersten Halbzeit Gelegenheiten und brachte die höher eingestuften Marokkaner zeitweise in Bedrängnis, verpasste es jedoch, früh zu treffen. Marokko nutzte seine Chancen nach dem Seitenwechsel entschlossener und entschied das Spiel mit zwei späten Treffern.
Gleichzeitig war die Partie körperlich intensiv und von vielen Zweikämpfen geprägt. Auf beiden Seiten sahen die Mannschaften je vier Gelbe Karten; Kanada beging 24 Fouls, Marokko 14. Hinzu kam ein Rückschlag für die Nordafrikaner in der 22. Minute, als Ismael Saibari mit einer möglichen Oberschenkelverletzung ausgewechselt werden musste. Saibari hatte zuvor in der Vorrunde in allen drei Spielen getroffen und war vor kurzem von PSV Eindhoven zu Bayern München gewechselt.
Daneben blieb Marokkos Formstärke ein prägendes Element: Die Mannschaft steht weiter ohne Niederlage und sicherte sich damit den Einzug ins Viertelfinale. Der Erfolg in Houston unterstreicht die Präzision und die Effektivität bei der Verwertung der wenigen Chancen, die sich boten. Mit Blick auf die nächste Runde wartet nun der Sieger aus der Partie Frankreich gegen Paraguay; das Viertelfinale ist für den 9. Juli in Boston angesetzt.
Unterdessen endet für Kanada ein historisches Turnier, in dem das Team erstmals die Gruppenphase überstand. Trainer Jesse Marsch würdigte die Leistung seiner Spieler und verwies auf die Fortschritte im kanadischen Fußball, betonte aber zugleich die Notwendigkeit, aus der Erfahrung für künftige Wettbewerbe zu lernen. Trotz der Niederlage bleibt das Turnier für Kanada ein wichtiger Schritt nach vorn.