Philippinen und Japan wollen Verteidigungskooperation gegen Chinas Druck in Südchinesischem Meer verstärken
Manila und Tokio planen Übertragung von Kriegsschiffen und eines Patrouillenflugzeugs sowie Gespräche über Geheimdienstkooperation; Manila kündigt Kauf von fünf Zerstörern an
Nach Angaben der Verteidigungsminister der Philippinen und Japans wollen beide Länder ihre militärische Zusammenarbeit deutlich ausbauen, um auf Chinas verstärkte Präsenz im Südchinesischen Meer zu reagieren. Im Mittelpunkt stehen demnach die mögliche Übertragung von Kriegsschiffen und eines Patrouillenflugzeugs an Manila sowie weitere materielle und operative Unterstützungsmaßnahmen.
Zugleich kündigten die Minister an, Gespräche über eine engere Kooperation beim Austausch von Geheimdienstinformationen aufnehmen zu wollen. Diese Gespräche zielen darauf ab, Beobachtungskapazitäten zu verbessern und die gemeinsame Reaktion auf Aktivitäten in der Region zu koordinieren. Details zu Umfang, rechtlichen Rahmenbedingungen und konkreten Modalitäten der Informationsweitergabe blieben zunächst offen.
Nach dem Schritt betonten beide Seiten, dass die Maßnahmen Teil einer umfassenderen Strategie zur Stärkung bilateraler Sicherheitsbeziehungen sind. Für Manila ist der Ausbau der Verteidigungsfähigkeit dabei ein Schwerpunkt: Die Regierung kündigte den Kauf von fünf Zerstörern an, um ihre maritime Präsenz zu erhöhen und eigener Einschätzung nach auf sicherheitspolitische Herausforderungen vorbereitet zu sein.