Tencent und Alibaba verfehlen Umsatzerwartungen – AI‑Monetarisierung hinkt hinterher
Die Tech‑Konzerne hatten stark in eigene KI‑Modelle investiert, konnten daraus im Märzquartal aber noch keine erwarteten Umsatzschübe erzielen.
Nach Angaben von Nikkei Asia haben Tencent Holdings und Alibaba Group die Umsatzerwartungen für das im März endende Quartal verfehlt. Beide Konzerne hatten in den vergangenen Monaten massiv darauf gesetzt, eigene künstliche Intelligenz in ihre Produkt‑ und Dienstleistungsangebote einzubauen, doch die erhoffte kurzfristige Monetarisierung blieb aus und brachte Anlegern keine größeren Umsatzimpulse für den Berichtszeitraum.
Im Mittelpunkt der Berichterstattung steht, dass Alibaba offenbar nicht in einen Deal mit dem chinesischen KI‑Anbieter DeepSeek eingestiegen ist. Verhandlungen über externe Kooperationen sollen weitere Schritte blockiert haben; parallel dazu betont Alibaba, seine Investitionen in KI‑Technologie und die Integration entsprechender Funktionen innerhalb des eigenen Ökosystems fortzusetzen.
Zugleich hatten beide Unternehmen bereits erhebliche Vorleistungen erbracht, indem sie eigene KI‑Modelle entwickelt und diese in bestehende Dienste wie Cloud, E‑Commerce und soziale Plattformen eingebunden haben. Investoren und Analysten hatten daraus schnellere und spürbar höhere Erlöse aus neuen, KI‑gestützten Angeboten erwartet, doch diese Effekte traten im Märzquartal nicht in dem Umfang ein, wie es die Markterwartungen voraussetzten.
Daneben signalisierten Tencent und Alibaba, dass sie an ihren KI‑Strategien festhalten und weitere Mittel bereitstellen wollen, um langfristig Erträge aus der Technologie zu heben. Kurzfristig jedoch belasteten die ausbleibenden Monetarisierungserfolge die Quartalsergebnisse und erklärten zumindest teilweise, warum die Umsätze hinter den Prognosen zurückblieben.