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Unfall im Wurstelprater: Mehrere Personen in Hochschaubahn verletzt

Entgleisung eines Waggons der historischen Wiener Hochschaubahn im Prater; zwei Frauen mit Verletzungen ins Krankenhaus gebracht, Betreiber sprechen von menschlichem Versagen.

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Titelbild: Unfall im Wurstelprater: Mehrere Personen in Hochschaubahn verletzt
  • Zug der Zwergerlbahn fuhr vor Fahrende offenbar zu schnell
  • Notbremse wurde nicht ausgelöst, Ermittlungen der Polizei laufen weiter.

Nach Angaben der Betreiber und der Rettungskräfte entgleiste am Samstagmittag im Wiener Wurstelprater ein Waggon der Wiener Hochschaubahn (Zwergerlbahn). Die Alarmierung bei der Polizei ging gegen 12.15 Uhr ein; Polizei- und Rettungskräfte beendeten ihren Einsatz nach Angaben gegen 13.30 Uhr. Vor Ort wurden mehrere Fahrgäste medizinisch versorgt.

Nach dem Schritt der ersten Abklärungen teilten die Betreiber mit, der Zug sei vor dem Ende der Fahrt zu schnell gewesen. Eine Fehleinschätzung der Fahrzeugführerin habe dazu geführt, dass die Notbremseinrichtung nicht betätigt wurde; daraufhin sei der erste Waggon entgleist. Die Fahrzeugführerin hatte sich, wie vorgesehen, im zweiten Waggon befunden. In ihrer Stellungnahme betonten die Betreiber, es habe sich nicht um einen technischen Defekt gehandelt, sondern um menschliches Versagen.

Die Polizei im Bezirk Leopoldstadt verfügte zum Zeitpunkt der Mitteilung noch nicht über gesicherte Angaben zur genauen Ursache des Unfalls; ein Sprecher sagte, es sehe eher nicht nach Fremdverschulden Dritter aus. Die Betreiber erklärten, die Rettungskette sei umgehend in Gang gesetzt worden, und wünschten den Betroffenen rasche Genesung.

Die betroffene Anlage zählt zu den ältesten aktiven Hochschaubahnen der Welt. Errichtet wurde sie zwischen 1948 und 1950; sie wird als Familienunternehmen betrieben und ist im Originalzustand als Holzbau mit konventioneller Schienenanlage erhalten. Die rund 450 Meter lange Strecke führt durch eine künstliche Szenerie. Betreiber und Polizei setzten nach dem Vorfall die Untersuchung der Umstände fort.