US schlägt neue Strafzölle gegen 60 Volkswirtschaften wegen Zwangsarbeit vor, China unter den Betroffenen
Das US-Handelsbüro empfiehlt Zölle von bis zu 12,5 Prozent gegen rund 60 Volkswirtschaften, darunter mehrere asiatische Staaten, mit Verweis auf unzureichende Maßnahmen gegen Zwangsarbeit in Lieferketten.
Im Mittelpunkt der aufgeführten Staaten stehen mehrere asiatische Volkswirtschaften, darunter China sowie Japan und Südkorea. Ferner werden Indien und mehrere Mitglieder der Association of Southeast Asian Nations (ASEAN) genannt. Die Nennung dieser Länder erfolgt in der Empfehlung ohne nähere Differenzierung nach einzelnen Branchen oder Lieferkettenabschnitten.
Zugleich weist der Text darauf hin, dass es sich um eine Empfehlung des USTR handelt; die vorgeschlagene Bandbreite der Zollsätze reicht bis zu 12,5 Prozent. Angaben zu einem Zeitplan für Entscheidungen, zu Ausnahmeregelungen oder Übergangsfristen sind im zugänglichen Ausschnitt nicht enthalten, ebenso wenig Hinweise auf die praktische Umsetzung oder auf begleitende Maßnahmen.
Inzwischen lässt der Auszug offen, wie die betroffenen Länder auf den Vorschlag reagieren könnten und welche Folgen die Zölle für globale Handelsströme haben würden. Die Empfehlung signalisiert jedoch eine deutliche politische Schwerpunktsetzung auf die Bekämpfung von Zwangsarbeit in internationalen Lieferketten. Beobachter werden voraussichtlich auf weitere Details und mögliche Revisionsschritte des USTR warten, bevor sich ein klareres Bild der konkreten Auswirkungen ergibt.