Arsenal: FA-Cup-Niederlage bei Southampton erhöht Druck im Titelrennen
Shea Charles erzielte in der 85. Minute das Siegtor für Southampton und beendete Arsenals Hoffnungen auf ein historisches Saison-Quartett; Trainer Mikel Arteta übernahm die Verantwortung.
Arsenal scheiterte im Viertelfinale des FA Cup überraschend bei Southampton. Ross Stewart brachte die Gastgeber in Führung, ehe Viktor Gyökeres für die Gunners ausglich. In der 85. Minute traf Shea Charles zum 2:1 und entschied die Partie zugunsten der Saints, die damit ins Halbfinale einziehen. Trotz hoher Spielanteile und zahlreicher Abschlüsse überzeugte Arsenal nicht in der entscheidenden Phase und blieb am Ende ohne Erfolg gegen den Underdog.
Die Niederlage ist für Arsenal die zweite in Folge und die fünfte Saisonniederlage insgesamt. Vor zwei Wochen galten die Gunners noch als ernsthafte Anwärter auf ein beispielloses Quartett von Titeln; das verlorene Ligapokalfinale gegen Manchester City und das nun folgende Ausscheiden gegen Southampton haben diese Ambitionen jedoch merklich geschwächt. Die Enttäuschung über das frühe FA-Cup-Aus bei einem tieferklassigen Gegner verstärkt die Frage, ob das Team seine bisherigen Leistungen in den verbleibenden Wettbewerben konservieren kann.
Trainer Mikel Arteta übernahm die Verantwortung für das Ergebnis und betonte zugleich die Einsatzbereitschaft seiner Spieler. Er verteidigte die Mannschaft und forderte Ruhe und Klarheit, damit weder die Champions-League- noch die Meisterschaftschancen gefährdet werden. Arteta hob hervor, dass jetzt die Aufgabe bestehe, den Fokus zurückzugewinnen und den Spielern Vertrauen sowie klare Vorgaben zu geben, um ein Abrutschen in eine Ergebniskrise zu verhindern.
Neben taktischen Gründen spielten personelle Veränderungen eine Rolle: Die Startelf unterschied sich deutlich von der im Ligapokalfinale, mehrere Schlüsselspieler fehlten im Kader, was als ein Faktor für die schwächere Leistung gewertet wird. Ex-Profis wie Theo Walcott registrierten eine spürbare nervöse Energie an der Seitenlinie, die sich auf das Team ausgewirkt habe. Klubführung und Trainerstab stehen nun unter Druck, die Mannschaft taktisch und mental zu stabilisieren. In den kommenden Wochen stehen wichtige Liga- und Champions-League-Partien an, in denen Arsenal beweisen muss, dass die bisherigen Leistungen dieser Saison nicht von dieser Phase überlagert werden.