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Bombenanschlag auf Zug in Quetta fordert mindestens 24 Tote

Ein in ein Auto geladener Sprengsatz detonierte an einem Zug, der Militärangehörige und Zivilisten beförderte; Bilder zeigen ausgebrannte Waggons und Trümmer.

JKCM News Redaktion 2 Min Lesezeit
Titelbild: Bombenanschlag auf Zug in Quetta fordert mindestens 24 Tote
  • Explosion in Chaman Phatak verursacht breite Zerstörung
  • Premierminister verurteilt Anschlag, Separatistengruppe übernimmt Verantwortung.

Nach Angaben örtlicher Behörden und Augenzeugen ereignete sich in der südwestpakistanischen Provinz Balochistan ein heftiger Bombenanschlag auf einen Zug, bei dem mindestens 24 Menschen getötet wurden. Der Vorfall spielte sich im Bereich Chaman Phatak in der Regionalhauptstadt Quetta ab, als ein mit Sprengstoff beladenes Auto gegen einen Waggon prallte und daraufhin eine massive Detonation folgte. Die Explosion richtete erheblichen Schaden an mehreren Wagons an und ließ Trümmer entlang der Strecke zurück.

Im Mittelpunkt der Aufräumarbeiten standen löschen­de Feuer und die Suche nach Überlebenden. Augenzeugenaufnahmen und Videos aus Quetta zeigen ausgebrannte Waggons, zerstörte Fahrzeuge und Trümmerhaufen entlang der Bahnstrecke. Rettungs- und Sicherheitskräfte waren nach dem Anschlag rasch vor Ort; Angaben zu Zahl und Schwere der Verletzungen sowie zu Evakuierungen lagen zunächst nicht vollständig vor.

Nach dem Schritt, in dem die Verantwortung für die Tat genannt wurde, erklärte die Balochistan Liberation Army (BLA) gegenüber lokalen Medien, sie habe den Anschlag verübt. Die Gruppierung strebt die Gründung eines unabhängigen Balochistan an. Offizielle Stellen gaben zunächst keine unmittelbare Bestätigung der Zuschreibung; dennoch wurde die Erklärung der Gruppe in Verbindung mit dem Angriff berichtet. Politiker und Parlamentsmitglieder wiesen darauf hin, dass neben Militärangehörigen auch Zivilisten betroffen seien, und es wurde berichtet, dass viele Opfer Frauen und Kinder gewesen seien, die auf dem Weg zu Feierlichkeiten zum islamischen Fest Eid waren.

Zugleich reagierten Spitzenpolitiker scharf auf die Tat. Premierminister Shehbaz Sharif verurteilte die Explosion und sprach den Familien der Opfer sein Beileid aus; er betonte, solche Terrorakte könnten die Entschlossenheit der Bevölkerung nicht schwächen. Senatorin Sherry Rehman nannte den Anschlag einen Akt der Barbarei und forderte, die Verantwortlichen zur Rechenschaft zu ziehen. Die Behörden kündigten Ermittlungen an, um die genauen Umstände des Angriffs und mögliche Hintermänner zu klären.