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Chaos und Tote nach Zugzusammenstoß nahe Jakarta: Überlebende berichten von Sekunden der Panik

Ein schneller Fernzug fuhr nahe Bekasi Timur in einen stehenden Pendlerzug; zahlreiche Waggons wurden deformiert, mindestens 15 Menschen starben und Fahrgäste blieben eingeklemmt.

JKCM News Redaktion 2 Min Lesezeit
Titelbild: Chaos und Tote nach Zugzusammenstoß nahe Jakarta: Überlebende berichten von Sekunden der Panik
Augenzeugen schildern, wie ein Fernzug mit Horn und Licht in einen gerade gehaltenen Pendlerzug raste, nachdem Teile der Strecke durch eine vorherige Kollision blockiert worden waren.

Nach Angaben von Augenzeugen ereignete sich am Abend nahe Bekasi Timur bei Jakarta ein schweres Zugunglück, als ein Langstreckenzug mit hoher Geschwindigkeit in einen stehenden Pendlerzug prallte. Zahlreiche Waggons wurden nach den Schilderungen massiv deformiert; Fahrgäste blieben in den Trümmern eingeschlossen, und Helfer mussten vor Ort eingreifen, um Eingeklemmte zu befreien.

Im Mittelpunkt der Berichte stehen Überlebende, die den Zusammenstoß als plötzlich und panisch beschrieben. Zwei Männer, die demnach im dritten Wagen des Pendlerzuges gesessen hatten, berichteten, der Zug sei kurz vor der geplanten Abfahrt gehalten worden und die Türen hätten sich wieder geöffnet. Noch während die Menschen den Bahnsteig betraten, sei ein Fernzug mit Horn und Licht herangebraust; einer der Männer habe reflexartig ausgestiegen und sich so gerade noch retten können.

Nach dem Schritt, der dem Zusammenstoß vorausging, soll ein weiterer Pendlerzug in entgegengesetzter Richtung ein elektrisch betriebenes Taxi gerammt haben, das auf den Gleisen steckengeblieben war. Diese Kollision habe Teile der Strecke blockiert; kurze Zeit später sei der Fernzug in den stehenden Pendlerzug gekracht. Mindestens 15 Menschen kamen den Augenzeugenberichten zufolge ums Leben, mehrere Fahrgäste erlitten Verletzungen und mussten aus deformierten Wagen geborgen werden.

Zugleich schilderten Zeugen, dass Rettungskräfte und Ersthelfer rasch am Unglücksort eintrafen, jedoch meist schwer zugängliche Bereiche der Waggons aufbrechen mussten, um Eingeklemmte zu erreichen. Vor Ort hätten Helfer und Passagiere an der Bergung gearbeitet; Szenen mit verbogenem Metall, Blut und schreienden Verletzten prägten die Lage, während die Zahl der Verschütteten und Verletzten zunächst unvollständig blieb.

Inzwischen haben die indonesischen Behörden Ermittlungen zum Hergang eingeleitet und suchten nach den Ursachen für den Zusammenstoß. Offizielle Angaben zu technischen Defekten, möglichem Fahrfehlern oder einer exakten Unfallsequenz lagen zum Zeitpunkt der Berichterstattung noch nicht vor; die Aussagen von Reisenden und Beobachtern zeichnen jedoch ein Bild von minutenlanger Verzweiflung und hektischem Rettungseinsatz.