JKCM News
Startseite
Österreich

Cosmó gewinnt ORF-Vorentscheid und fährt mit „Tanzschein“ zum ESC-Finale in Wien

Cosmó hat den ORF‑Vorentscheid „Vienna Calling“ gewonnen und wird Österreich mit dem Song „Tanzschein“ beim Eurovision Song Contest 2026 in Wien vertreten.

JKCM Desk 2 Min Lesezeit
Titelbild: Cosmó gewinnt ORF-Vorentscheid und fährt mit „Tanzschein“ zum ESC-Finale in Wien
  • Der 19‑jährige Cosmó setzte sich in der Live‑Show gegen elf weitere Acts durch.
  • Publikumsvoting und eine Jury mit 44 Mitgliedern zählten jeweils zur Hälfte.
  • Der Eurovision Song Contest findet 2026 in der Wiener Stadthalle statt und das Finale ist für 16 Mai geplant.
  • In der ORF‑Vorentscheidung traten zwölf Acts aus ganz Österreich an und das Rennen wurde als knapp beschrieben.

In der ORF‑Live‑Show „Vienna Calling – Wer singt für Österreich?“ ist am Freitagabend entschieden worden, wer Österreich beim Eurovision Song Contest 2026 in Wien vertreten wird. Der 19‑jährige Cosmó gewann den Vorentscheid mit dem Song „Tanzschein“ und setzte sich damit gegen elf weitere Acts durch. Nach ORF‑Angaben war das Rennen eng, die musikalische Bandbreite der Finalshow reichte von Pop und Powerballaden bis zu härteren Genres und elektronischen Sounds. Für den Sieger bedeutet das Ergebnis vor allem: Die Bühne wechselt nun von der nationalen Vorentscheidung in eine europaweite Live‑Übertragung.

Das Voting setzte sich aus zwei gleich gewichteten Teilen zusammen. Die Zuschauerinnen und Zuschauer entschieden per Televoting, gleichzeitig stimmte eine Jury mit 44 ausgewählten Mitgliedern ab; beide Blöcke zählten jeweils zur Hälfte. In der Jurywertung lag zunächst Lena Schaur vorne, am Ende setzte sich Cosmó im Gesamtresultat durch. Damit steht fest, dass Österreich im Finale des 70. Eurovision Song Contest in der Wiener Stadthalle von Cosmó vertreten wird. Das Finale ist für 16 Mai angesetzt; die beiden Halbfinalshows sollen am 12 und 14 Mai stattfinden.

Für den ORF ist die Entscheidung auch programmatisch relevant, weil der Heim‑Song‑Contest nicht nur ein Musikereignis, sondern ein internationales Schaufenster für die österreichische Popkultur ist. Die Vorentscheidung war als große Primetime‑Show angelegt und wurde unter anderem von Alice Tumler und Cesár Sampson moderiert. Im Umfeld der Sendung wurde zudem auf die besondere Ausgangslage eines Heim‑Bewerbs verwiesen, bei dem Erwartungen an Organisation und künstlerische Performance gleichzeitig steigen. Dass Tickets für die Shows rasch vergriffen waren, zeigt den hohen Publikumsdruck, unter dem sowohl Veranstalter als auch Teilnehmende stehen.

Für Cosmó beginnt nach dem Sieg die eigentliche Arbeit: Ein Song‑Contest‑Auftritt ist weniger ein einzelner Abend als eine mehrmonatige Kampagne aus Proben, TV‑Auftritten, Promotion und Inszenierung. Gleichzeitig wird sich die Diskussion rasch auf die Frage verlagern, ob „Tanzschein“ im internationalen Feld ausreichend Wiedererkennungswert hat und wie die Performance im großen Hallensetting wirkt. Für Österreichs Musikszene ist die Vorentscheidung ein Signal, dass nationale Formate auch in einer Streaming‑Landschaft Reichweite schaffen können, wenn sie konsequent live und wettbewerbsorientiert inszeniert werden.