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88‑Jähriger erschoss Ehefrau und Tochter vor Linzer Wirtshaus – Abschiedsbrief nennt Wohnungsverkauf als Motiv

Staatsanwaltschaft Linz leitete Ermittlungen nach tödlichem Schusswaffenangriff in Linz‑Urfahr; Obduktion bestätigte mehrere Schüsse auf beide Frauen, Täter tötete sich anschließend selbst.

JKCM News / KURIER-Quellenauszug 2 Min Lesezeit
Titelbild: 88‑Jähriger erschoss Ehefrau und Tochter vor Linzer Wirtshaus – Abschiedsbrief nennt Wohnungsverkauf als Motiv
Ein teilweise ausgewerteter Abschiedsbrief legt nahe, dass Streit um eine bereits auf die Tochter übertragene Wohnung als Motiv diente.

Nach Angaben der Staatsanwaltschaft Linz ermitteln Behörden nach einem Dreifachvorfall in Linz‑Urfahr, bei dem ein 88‑jähriger Mann seine 89‑jährige Ehefrau und seine 61‑jährige Tochter erschoss, bevor er sich selbst tötete. Die Tat ereignete sich am Donnerstagnachmittag; die Ermittler gehen von einer Tathandlung außerhalb eines nahegelegenen Wirtshauses aus.

Im Mittelpunkt der Untersuchung steht die Obduktion: Demnach wurde die 61‑Jährige aus unmittelbarer Nähe zweimal getroffen, auf die 89‑Jährige wurden nach den Untersuchungen mindestens zwei Schüsse abgegeben. Anschließend richtete sich der mutmaßliche Täter mit einem Schuss selbst. Dies teilte die Sprecherin der Staatsanwaltschaft mit und bestätigte damit die Schwere der Verletzungen.

Nach dem Schritt, in dem die Beteiligten das Lokal verlassen hatten, fielen die tödlichen Schüsse. Zeugenaussagen zufolge war es im Wirtshaus nicht zu einem hörbaren Streit gekommen; die drei hatten kurz zuvor gemeinsam gegessen. Die Ermittlungen ergaben außerdem, dass der Mann eine nach Polizeiangaben illegal besessene Schusswaffe bei sich hatte und offenbar mindestens fünfmal geschossen haben soll.

Zugleich wurde bei den Toten ein Abschiedsbrief gefunden, der inzwischen teilweise ausgewertet wurde. Daraus geht hervor, dass der mutmaßliche Täter offenbar die neue Lebenssituation der Tochter, die in Deutschland lebt, als problematisch ansah. Er habe demnach befürchtet, dass die bereits auf die Tochter überschriebenen Eigentumsverhältnisse an einer Linzer Wohnung nach dem Tod von ihm und seiner Frau einem Verkauf zum Opfer fallen könnten. Die Staatsanwaltschaft führt diese Gedanken aus dem Schreiben als möglichen Beweggrund für die Tötungen an.