Rocket Lab steigt 34% nach Umsatzüberraschung, grösstem Launch-Vertrag und Übernahme
Rocket Lab übertraf die Umsatzerwartungen, vermeldete eine mehr als verdoppelte Auftragsbasis und schloss den größten Startvertrag der Firmengeschichte.
- Umsatz, Auftragsbestand und ein neuer Großvertrag trieben die Aktie auf ein Rekordhoch
- zusätzlich plant Rocket Lab die Übernahme eines Raumrobotikunternehmens.
Nach Angaben der Quartalszahlen schoss die Aktie von Rocket Lab am Freitag um 34 Prozent nach oben und verzeichnete damit den stärksten Tagesgewinn in der Unternehmensgeschichte. Auslöser für den Kurssprung waren höhere als erwartete Umsätze im ersten Geschäftsquartal sowie die Bekanntgabe des bislang größten Startvertrags der Firmengeschichte.
Im Mittelpunkt der Zahlen standen die Erlöse der beiden Geschäftsbereiche: Das Space‑Systems‑Segment brachte 136,7 Millionen US‑Dollar ein, das Launch‑Geschäft 63,7 Millionen Dollar. Beide Werte lagen über den Konsensschätzungen. Die Unternehmensführung hob zudem hervor, dass sich der Auftragsbestand im Jahresvergleich mehr als verdoppelt habe und nun bei 2,2 Milliarden Dollar liege.
Nach dem Schritt gab das Management eine Umsatzprognose für das zweite Quartal ab: 225 bis 240 Millionen Dollar. Damit liegt die Guidance klar über den Analystenerwartungen und verstärkte den Optimismus an den Märkten. Zugleich gab Rocket Lab bekannt, einen Vertrag mit einem vertraulichen Kunden für Einsätze der Neutron‑ und Electron‑Raketen bis 2029 unterzeichnet zu haben.
Daneben erwähnte das Unternehmen jüngst einen 190‑Millionen‑Dollar‑Auftrag für 20 Hyperschalltestflüge. Zugleich bestätigte Rocket Lab die Übernahme des Raumrobotik‑Spezialisten Motiv Space Systems. CEO Peter Beck kommentierte die Geschäftslage mit dem Hinweis auf eine deutliche Nachfrage und eine hohe Produktfrequenz in diesem Jahr.
Unterdessen bereitet sich Rocket Lab weiterhin auf den Erststart der Neutron‑Rakete vor, nachdem im Januar ein Qualifikationstest nicht wie geplant verlief. Die Kombination aus robusten Umsatzzahlen, einem wachsenden Rückstand an Aufträgen und strategischen Zukäufen trug maßgeblich zur starken Marktreaktion bei.
Gleichzeitig wirkten sich die positiven Nachrichten auch auf andere börsennotierte Raumfahrtunternehmen aus: Kursgewinne bei mehreren Wettbewerbern spiegelten die gestiegene Zuversicht der Anleger wider. Analysten und Investoren sehen in den Ergebnissen eine Bestätigung für die anziehende Nachfrage nach Satelliten und Raumfahrtsystemen, während Rocket Lab seine Position als Anbieter von Startdiensten und Raumfahrtsystemen weiter stärkt.