Iran beschießt nach Angaben staatlicher Medien 'Feindeinheiten' in der Straße von Hormus
Teheran berichtet von Raketeneinsätzen gegen angebliche Feindeinheiten in der Straße von Hormus und vom Abschuss mehrerer Drohnen nahe Qeshm und Bandar Abbas nach einem mutmaßlichen Angriff auf einen iranischen Tanker.
Nach Angaben staatlicher Medien feuerte das iranische Militär in der Nacht zum Donnerstag Raketen auf sogenannte Feindeinheiten in der Straße von Hormus, nachdem es von einem Angriff auf einen iranischen Tanker gesprochen hatte. Die Meldungen schildern eine unmittelbare militärische Reaktion aus Teheran auf den mutmaßlichen Vorfall mit dem Tanker.
Im Mittelpunkt der Berichte standen zunächst Explosionen auf der Insel Qeshm und in der Hafenstadt Bandar Abbas im Süden Irans, beides Orte an der strategisch wichtigen Meerenge. Die IRGC-nahe Nachrichtenagentur Fars schrieb, dass iranische Einheiten in Gefechte mit den Angreifern am Bahman-Pier auf Qeshm verwickelt gewesen seien und sich dort Schüsse ereignet hätten.
Zugleich berichtete die staatliche Nachrichtenagentur Mizan, die auf Qeshm hörbaren Explosionen seien auf Luftabwehreinsätze gegen als feindlich bezeichnete Drohnen zurückzuführen. Iranische Medien meldeten außerdem, über Bandar Abbas seien zwei Drohnen abgeschossen worden. Demnach wurden zur Abwehr auch über Teheran Luftabwehrmaßnahmen aktiviert, um vermeintliche feindliche Ziele zu neutralisieren.
Daneben blieb vieles in den Berichten vage: Es wurden keine näheren Angaben zu Schäden oder Opfern veröffentlicht. Ein namentlich nicht genannter Militärangehöriger wurde mit der Aussage wiedergegeben, die angegriffenen Einheiten hätten nach den Raketeneinsätzen Schäden erlitten und sich anschließend zurückgezogen. Unabhängige Bestätigungen der dargestellten Abläufe lagen nicht vor.
In der Summe zeichneten die staatlichen Meldungen das Bild einer raschen, koordinierten Gegenwehr Irans gegen die beschriebenen Angreifer in der Straße von Hormus. Details zu Art und Herkunft der angeblichen feindlichen Kräfte sowie zu möglichen zivilen Auswirkungen wurden in den verfügbaren Berichten nicht ausgeführt.