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Demokraten fordern Rückzug von Graham Platner nach Vorwurf sexuellen Übergriffs

Führende Demokraten und die Maine Democratic Party fordern, dass Senatorenkandidat Graham Platner seine Kandidatur beendet, nachdem eine Frau ihn des sexuellen Übergriffs beschuldigt hat.

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Titelbild: Demokraten fordern Rückzug von Graham Platner nach Vorwurf sexuellen Übergriffs
  • Mehrere prominente Demokraten und die Landespartei haben ihre Unterstützung zurückgezogen
  • die DSCC kündigte an, nicht in den Wahlkampf zu investieren, falls Platner auf dem Stimmzettel bleibt.

Die Kernentwicklung: Führende Demokraten haben Graham Platner aufgefordert, seine Kandidatur als demokratischer Nominee für den US-Senat in Maine aufzugeben, nachdem eine Frau ihn des sexuellen Übergriffs beschuldigt hat. Platner bestritt die Vorwürfe als kategorisch falsch, erklärte aber, er nehme sich Zeit, um über das weitere Vorgehen in seiner Kampagne nachzudenken.

Zugleich forderte die Maine Democratic Party seinen sofortigen Rückzug als Kandidat. Die Parteiführung erklärte, in den vergangenen Wochen hätten mehrere Frauen schwere, glaubwürdige Anschuldigungen gegen Platner erhoben; die jüngsten Aussagen würden diese Vorwürfe weiter stützen. Vor diesem Hintergrund drängt die Partei auf einen raschen Schritt, damit der Wahlkampf der Demokraten in Maine nicht weiter belastet werde.

Daneben übten auch führende Bundespolitiker Druck aus. Senator Bernie Sanders sagte, er habe mit Platner über den besten Weg für den Bundesstaat gesprochen und ihm empfohlen, zurückzutreten. Senate Majority Leader Chuck Schumer und Senatorin Kirsten Gillibrand bezeichneten die veröffentlichten Vorwürfe als extrem beunruhigend und betonten, Gewalt und sexueller Missbrauch seien inakzeptabel. Zahlreiche weitere Abgeordnete und lokale Mandatsträger schlossen sich den Rücktrittsforderungen an, und mehrere zuvor gegebene Unterstützungen wurden zurückgezogen.

Der Fall reiht sich in eine Reihe von Kontroversen ein, die Platners Kampagne bereits erschütterten. Bereits zuvor war Kritik aufgekommen, nachdem ein Tattoo auf seiner Brust entdeckt worden war, das Ähnlichkeiten mit einem Nazi-Symbol aufwies. Infolge der aktuellen Anschuldigungen hat Platners Team mehrere für diese Woche geplante Veranstaltungen verschoben.

Die politische Dimension ist unmittelbar spürbar: Die Democratic Senatorial Campaign Committee (DSCC) erklärte, sie werde nicht in den Wahlkampf investieren, sofern Platner auf dem Stimmzettel verbleibe. Ein Austausch des Kandidaten ist zeitlich knapp: Platner müsste bis zum 13. Juli von der Kandidatur zurücktreten, damit sein Name von der Liste gestrichen und ein neuer Nominee eingetragen werden kann.

Im Mittelpunkt steht nun die Frage, wie die Demokraten in Maine und auf nationaler Ebene mit dem Schaden für ihre Chancen im November umgehen. Platner wird als Herausforderer der republikanischen Amtsinhaberin Susan Collins genannt; das Rennen gilt als potentiell entscheidend für die Mehrheitsverhältnisse im Senat. Die kommenden Tage dürften darüber entscheiden, ob die Partei einen alternativen Weg für den Wahlkampf findet.