England gewinnt 43:28 in Bordeaux und sichert achten Six‑Nations‑Titel in Serie
Die Red Roses bezwingen Frankreich vor 35.062 Zuschauern in Bordeaux und setzen ihre Rekordserie fort.
Nach Angaben aus Bordeaux setzten sich die England Red Roses mit 43:28 gegen Frankreich durch und sicherten damit ihren achten aufeinanderfolgenden Women's Six Nations‑Titel. Die Partie im Stade Atlantique verlief über weite Strecken zugunsten der Gäste, die damit ihre bemerkenswerte Dominanz in diesem Wettbewerb weiter ausbauten.
Im Mittelpunkt des zweiten Durchgangs stand ein Straftritt von Zoe Harrison, der England kurz nach der Pause auf 29:7 stellte und anfangs den Eindruck erweckte, das Spiel sei entschieden. Zugleich fanden die Französinnen neue Energie: Zwei Versuche durch Anais Grando und Pauline Bourdon Sansus belebten das Spiel und reduzierten den Rückstand auf acht Punkte, während die Kulisse mit 35.062 Zuschauern einen neuen Heimrekord für ein Frauen‑Six‑Nations‑Spiel markierte.
Nach dem Schritt, der Frankreich zurückkehren ließ, reagierten die Engländerinnen mit einer abgeklärten Vorstellung der Einwechselspielerinnen und einem weiteren Versuch von Jess Breach, der die Wende wieder zugunsten der Gäste brachte. Den endgültigen Schlusspunkt setzte Amy Cokayne mit einem Versuch in der 76. Minute; ihre anschließende Geste, den Ball in die Zuschauerränge zu werfen, führte zu deutlichen Pfiffen im Stadion.
Daneben wirft der Erfolg ein neues Licht auf Englands Lauf in den letzten Jahren: Die Red Roses übertreffen damit erstmals ihre frühere Serie von sieben Titeln in Folge aus den Jahren 2006 bis 2012. Mit dem achten Sieg in Folge gehen zugleich der fünfte Grand Slam in Folge und eine Serie von 38 ungeschlagenen Testspielen einher, die die anhaltende Überlegenheit des Teams unterstreichen.
Gleichzeitig zeigte die Partie die Bedeutung individueller Beiträge: Neben Harrisons Präzision zeichneten sich mehrere Akteurinnen durch wichtige Scores aus, auf französischer Seite sorgten Grando und Bourdon Sansus für Hoffnungsschübe. Die Mannschaftsaufstellungen beider Seiten wiesen bekannte Namen in Schlüsselpositionen auf, unterstützt von Assistentinnen aus Südafrika und Wales sowie einem Foul‑Play‑Offiziellen aus Irland.
Unterdessen bleibt Frankreich der Trost eines neuen Zuschauerrekords, während England die Bilanz weiter verbessert. Die Partie bestätigte einmal mehr die Qualität und Intensität des Wettbewerbs, der vor großer Kulisse in Bordeaux ausgetragen wurde.