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Erste Group steigert Nettogewinn 2025 auf 3,51 Milliarden Euro

Die Erste Group hat für 2025 einen Nettogewinn von 3,51 Milliarden Euro ausgewiesen und die CET1-Quote auf 19,3 Prozent erhöht.

JKCM Desk 2 Min Lesezeit
Titelbild: Erste Group steigert Nettogewinn 2025 auf 3,51 Milliarden Euro
  • Der Zinsüberschuss stieg 2025 auf 7,788 Milliarden Euro, der Provisionsüberschuss auf 3,191 Milliarden Euro.
  • Kundenkredite wuchsen im Jahresvergleich um 6,4 Prozent auf 232,0 Milliarden Euro, Einlagen um 4,7 Prozent auf 253,0 Milliarden Euro.
  • Die Kosten-Ertrags-Relation lag bei 47,9 Prozent, die Risikokosten bei 21 Basispunkten des durchschnittlichen Kreditbestands.
  • Bankenabgaben erhöhten sich auf 372 Millionen Euro, die Steuerabgaben lagen bei rund 1,1 Milliarden Euro.
  • Der Vorstand will für 2025 eine Dividende von 0,75 Euro je Aktie vorschlagen und rechnet 2026 – bereinigt – mit mehr als 20 Prozent höherem Gewinn je Aktie.

Die Erste Group Bank AG hat am Donnerstag ihre Zahlen für 2025 vorgelegt und einen Nettogewinn von 3,510 Mrd. Euro ausgewiesen (2024: 3,125 Mrd. Euro). Der Konzern verweist auf ein anhaltend starkes Kundengeschäft, während auch Einmaleffekte das Ergebnis stützten. Zwei Drittel des Nettogewinns entfielen laut Bank auf Tochterbanken außerhalb Österreichs. Parallel dazu wurde die Kapitalausstattung weiter gestärkt: Die harte Kernkapitalquote (CET1) stieg auf 19,3%.

Im Kreditgeschäft legten die Kundenkredite im Jahresvergleich um 6,4% auf 232,0 Mrd. Euro zu, die Kundeneinlagen wuchsen um 4,7% auf 253,0 Mrd. Euro. In Zentral- und Osteuropa lag das Kreditwachstum deutlich höher als in Österreich; die Bank nennt als Treiber unter anderem Wohnbaufinanzierungen im Privatkundengeschäft und Investitionskredite bei Firmenkunden. Das Kredit-Einlagen-Verhältnis lag zum Jahresende bei 91,7%.

Ertragsseitig stieg der Zinsüberschuss auf 7,788 Mrd. Euro (+3,5%), der Provisionsüberschuss erhöhte sich auf 3,191 Mrd. Euro (+8,6%). Die Betriebserträge lagen bei 11,659 Mrd. Euro (+4,3%). Bei den Gebühren verweist der Konzern auf Zuwächse in allen Kernmärkten und in mehreren Kategorien – vom Zahlungsverkehr bis zu Wertpapier- und Versicherungsdienstleistungen. Zum Jahresende verwaltete die Gruppe nach eigenen Angaben knapp zwei Millionen Sparpläne; das verwaltete Vermögen der Erste Asset Management stieg auf 103,9 Mrd. Euro.

Auf der Kostenseite erhöhte sich der Verwaltungsaufwand auf 5,583 Mrd. Euro (+5,8%), unter anderem durch höhere Personal- und IT-Kosten sowie Rechts- und Beratungskosten rund um die Polen-Transaktion. Das Betriebsergebnis verbesserte sich auf 6,076 Mrd. Euro; die Kosten-Ertrags-Relation lag bei 47,9%. Das Ergebnis aus Wertminderungen betrug -478 Mio. Euro, was 21 Basispunkten des durchschnittlichen Bruttokundenkreditbestands entspricht; die NPL-Quote verbesserte sich auf 2,4%. Belastend wirkten zudem höhere Bankenabgaben (372 Mio. Euro, erfasst im sonstigen betrieblichen Erfolg) sowie Steuern vom Einkommen in Höhe von 1,103 Mrd. Euro.

Für 2026 erwartet die Erste Group – ohne Ergebnisbeitrag aus Polen – ein Kreditwachstum von mehr als 5% sowie Zins- und Provisionswachstum von jeweils rund beziehungsweise über 5% und will den Anstieg der Betriebsaufwendungen auf etwa 3% begrenzen. Bereinigt um Sondereffekte peilt der Konzern eine Eigenkapitalrendite (ROTE) von rund 19% und einen um mehr als 20% höheren Gewinn je Aktie an. Nach dem Erwerb eines beherrschenden 49%-Anteils an der Santander Bank Polska im Jänner 2026 ist die Erstkonsolidierung mit den Zahlen zum ersten Quartal 2026 vorgesehen; das Rebranding zur „Erste Bank Polska“ ist für das zweite Quartal 2026 angekündigt. Der Vorstand will der Hauptversammlung für 2025 eine reduzierte Dividende von 0,75 Euro je Aktie vorschlagen.