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Österreichs Erzeugerpreise sinken im Jänner 2026 um 1,4% – Energie bleibt Haupttreiber

Der Erzeugerpreisindex für den produzierenden Bereich lag im Jänner 2026 bei 115,8 Punkten und damit 1,4% unter dem Vorjahreswert.

JKCM Desk 2 Min Lesezeit
Titelbild: Österreichs Erzeugerpreise sinken im Jänner 2026 um 1,4% – Energie bleibt Haupttreiber
  • Energiepreise lagen im Jahresabstand um 6,0% niedriger und prägten den Rückgang des Gesamtindex.
  • Im Monatsvergleich stieg der Index um 0,1% gegenüber Dezember 2025.
  • Vorleistungsgüter verteuerten sich erstmals seit Monaten wieder, im Schnitt um 0,4% gegenüber dem Vorjahr.
  • Nichteisen-Metalle und Halbzeug waren um 15,5% teurer als im Jänner 2025.
  • Konsumgüterpreise stiegen im Schnitt um 1,1%, Schmuck und ähnliche Erzeugnisse legten um 23,4% zu.

Die Preise auf Industrieebene sind zu Jahresbeginn weiter rückläufig geblieben. Der Erzeugerpreisindex für den produzierenden Bereich lag im Jänner 2026 laut Statistik Austria bei 115,8 Punkten (Basisjahr 2021=100) und damit um 1,4% unter dem Wert von Jänner 2025. Gegenüber Dezember 2025 stieg der Index jedoch leicht um 0,1%, nachdem er im Dezember im Monatsabstand noch um 0,3% gefallen war.

Der Jahressaldo wird vor allem durch die Energiekomponente geprägt. Erzeugerpreise für Energie lagen im Jänner um 6,0% unter dem Vorjahr. Der Rückgang fiel weniger stark aus als im Dezember (−6,9%). Besonders auffällig war die Abschwächung des Preisrückgangs bei elektrischem Strom und Dienstleistungen der Elektrizitätsversorgung (Jänner: −5,2% nach −9,9% im Dezember). Bei industriell erzeugten Gasen und Dienstleistungen der Gasversorgung meldete Statistik Austria ein Minus von 4,7% im Jahresvergleich.

Bei Vorleistungsgütern drehte die Entwicklung wieder ins Plus: Im Schnitt lagen die Preise um 0,4% über dem Vorjahr, nachdem sie im Dezember noch knapp darunter gelegen waren. Treiber war ein deutlicher Preisauftrieb bei Nichteisen-Metallen und Halbzeug (+15,5%). Auch Holz, gesägt und gehobelt, verteuerte sich um 10,6%. Gleichzeitig blieben einzelne Produktgruppen deutlich günstiger, etwa chemische Grundstoffe, Düngemittel und Kunststoffe in Primärform (−9,0%).

Investitionsgüter wiesen insgesamt einen leichten Preisrückgang von 0,1% gegenüber Jänner 2025 aus. Preisrückgänge bei Teilen und Zubehör für Kraftwagen (−2,8%) sowie bei Maschinen für sonstige bestimmte Wirtschaftszweige (−1,8%) gaben den Ausschlag, während sich etwa land- und forstwirtschaftliche Maschinen (+2,8%) oder Stahl- und Leichtmetallbauerzeugnisse (+2,1%) verteuerten. Konsumgüter waren im Schnitt um 1,1% teurer als ein Jahr zuvor; hier stachen unter anderem Münzen, Schmuck und ähnliche Erzeugnisse mit einem kräftigen Plus von 23,4% heraus.

Der Erzeugerpreisindex bildet Ab-Werk-Verkaufspreise ohne Mehrwertsteuer ab und misst die Preisentwicklung von in Österreich produzierten Gütern und Dienstleistungen, die im In- und Ausland verkauft werden. Er gilt als Frühindikator für Kosten- und Preisdruck entlang der Wertschöpfungskette, während sich der Effekt auf Verbraucherpreise je nach Branche, Vertragslaufzeiten und Wettbewerb zeitverzögert zeigen kann. Statistik Austria weist die Zahlen für Jänner als vorläufiges Ergebnis aus.