JKCM News
Startseite
Amerika

ICE‑Agent erschießt Mann in Biddeford, Maine — Senator sagt Opfer war nicht Ziel der Festnahme

Ein Bundesbeamter der Einwanderungsbehörde schoss in Biddeford auf einen Autofahrer; Behörden liefern widersprüchliche Angaben zum Einsatz und zur Identität des Getöteten.

JKCM News Redaktion 2 Min Lesezeit
Titelbild: ICE‑Agent erschießt Mann in Biddeford, Maine — Senator sagt Opfer war nicht Ziel der Festnahme
Der Schusswechsel ereignete sich am Morgen in Biddeford. FBI und die Staatsanwaltschaft von Maine leiten Ermittlungen.

Die Kernentwicklung: Ein Bundesbeamter der US‑Einwanderungsbehörde (ICE) erschoss am Montagmorgen in Biddeford, Maine, einen Mann. ICE‑Beamte hatten demnach eine Überwachung des mutmaßlichen letzten Wohnorts einer Person mit einer rechtskräftigen Ausweisungsverfügung durchgeführt; ein Fahrzeug versuchte zu flüchten, woraufhin ein Beamter seine Waffe abgab. Senator Angus King erklärte später, die getötete Person sei nicht Ziel der Durchsuchung gewesen.

Zugleich meldeten lokale Immigrantenrechtsgruppen, das Opfer sei ein 26‑jähriger Kolumbianer. Es bestehen widersprüchliche Darstellungen zu seinem Migrationsstatus: Einige Menschenrechtsorganisationen gaben an, er habe eine Arbeitserlaubnis und eine Sozialversicherungsnummer besessen, während andere Berichte ihn als Inhaber einer endgültigen Ausweisungsverfügung beschrieben. Die Identität des Getöteten wurde bislang nicht offiziell bestätigt.

Zeugen schilderten, der Vorfall habe gegen 7.20 Uhr begonnen. Anwohner berichteten von einem schweren Zusammenstoß zwischen einem SUV und einem kleineren Wagen an einer Kreuzung; kurz darauf seien Personen in grünen ICE‑Westen zu sehen gewesen. Ein Zeuge sagte, der Fahrer des Wagens habe stark blutend am Kopf gelegen und noch gesprochen. Andere Augenzeugen hörten mehrere Schüsse; ein Beobachter sprach von mindestens vier Schüssen. In Sozialen Netzwerken verbreiteten sich Bilder und Videos, die ein Fahrzeug mit Einschusslöchern in der Windschutzscheibe und Szenen zeigen, in denen Menschen versuchen, eine Autotür zu öffnen oder eine bewusstlose Person aus dem Wagen zu ziehen.

Inzwischen hat das FBI die Ermittlungen übernommen; die Staatsanwaltschaft von Maine führt ebenfalls eine aktive Untersuchung. Senator King machte zudem die Beobachtung, die ICE‑Beamten hätten keine Körperkameras getragen. Der Fall reiht sich in eine Serie tödlicher Schüsse durch Bundes‑Einwanderungsbeamte seit Beginn der zweiten Amtszeit des Präsidenten ein; Beobachtergruppen zählen ihn als einen weiteren tödlichen Einsatz und als einen der Vorfälle, bei denen ein Fahrzeug eine Rolle spielte.

Daneben versammelten sich nach dem Einsatz Menschen in Biddeford zu Protesten. Politische Stimmen aus dem Bundesstaat forderten angesichts wiederholter tödlicher Einsätze durch ICE‑Personal Konsequenzen und eine Überprüfung der Einsatzpraktiken. Offizielle Stellungnahmen der beteiligten Behörden blieben hinsichtlich des genauen Ablaufs und der Abfolge der Ereignisse bisher begrenzt.