Indiana: Republikaner kämpfen nach Widerstand gegen Trumps Redistricting‑Plan um politische Existenz
Sieben republikanische Abgeordnete sehen sich in den Vorwahlen massiver Gegenwehr gegenüber, nachdem sie einem von Donald Trump unterstützten Redistricting‑Plan widersprochen hatten; finanzstarke, Trump‑nahe Gruppen und Helfer mobilisieren Wähler gezielt gegen sie.
Nach Angaben örtlicher Beobachter werden die Vorwahlen in Indiana als direkter Test der Parteidisziplin gewertet, nachdem sieben republikanische Gesetzgeber gegen einen von Donald Trump unterstützten Vorschlag zur Neuzeichnung der Kongresswahlbezirke gestimmt hatten. Die Abstimmung im Dezember zog landesweite Aufmerksamkeit auf sich und löste offene Angriffe aus dem Umfeld des ehemaligen Präsidenten aus.
Zugleich mobilisieren Trump‑nahe Gruppierungen erhebliche Mittel für die Auseinandersetzung: AdImpact schätzt die Ausgaben für TV‑Werbung in Indiana in diesem Jahr auf mehr als sieben Millionen Dollar, wobei ein großer Teil gegen Republikaner gerichtet ist, die bei der Neuzuordnung mit Demokraten zusammenarbeiteten. Wahlkampfkreise berichten, der Druck richte sich gezielt gegen Abgeordnete, die sich der von Trump geforderten Umverteilung widersetzten.
Im Mittelpunkt des Wahlkampfs stehen mehrere konkrete Kandidatenkonstellationen, etwa im Bezirk 38, wo der erste Amtsinhaber Greg Goode aus Terre Haute einer umkämpften Herausforderung gegenübersteht. Gegen ihn tritt Brenda Wilson an, die Unterstützung aus den Reihen einflussreicher Republikaner sowie von Trump erhalten hat; außerdem kandidiert die nicht verwandte Alexandra Wilson. Goode hatte sich dem Redistricting‑Plan verweigert, nachdem bei einer Bürgerversammlung 71 Redebeiträge gegen die Änderung und keiner dafür eingegangen waren.
Daneben stehen langjährig tätige Parlamentarier wie Jim Buck unter besonderem Druck; nach vielen Dienstjahren sieht er sich nun mit massiven Werbeausgaben konfrontiert, die seine Wiederwahl gefährden könnten. Beobachter heben hervor, dass aggressive Außenunterstützung und mediale Angriffe gezielt das Ziel verfolgen, Abgeordnete zu schwächen, die nicht der Linie der Parteiführung folgen.