King Charles rückt US‑britische Einigkeit in den Mittelpunkt seiner Rede vor dem US‑Kongress
König Charles III. betonte vor dem US‑Kongress die enge Partnerschaft mit den Vereinigten Staaten und rief zu gemeinsamer Verteidigung demokratischer Werte in einer Zeit globaler Spannungen auf.
Zugleich ging Charles direkt auf bestehende Differenzen ein und machte klar, dass Meinungsverschiedenheiten die Grundfesten der Zusammenarbeit nicht untergraben sollten. Er rief dazu auf, trotz Streitigkeiten geschlossen zu bleiben und stellte die gemeinsame Verpflichtung heraus, die Bevölkerung zu schützen und demokratische Werte zu wahren. In dieser Perspektive stellte er die transatlantische Solidarität als praktischen Anspruch dar, der über politischen Unmut hinausreicht.
In seiner Rede griff der König außen‑ und sicherheitspolitische Fragen auf, die aktuell Spannungen innerhalb der Allianz beleuchten. Er verwies auf Kritiken an der NATO durch Präsident Donald Trump und unterstrich zugleich die Bedeutung andauernder US‑Hilfen für die Ukraine im Krieg gegen Russland. Darüber hinaus warnte Charles vor einem wachsenden Isolationismus und plädierte für fortgesetzte internationale Kooperation als Antwort auf globale Krisen.
Daneben setzte er einen persönlichen Schwerpunkt auf den Schutz der Natur, ein Thema, das er eigenen Worten zufolge seit langem verfolgt. Charles forderte, Natur als einzigartiges, erhaltenswertes Gut zu betrachten und ihre Bewahrung als gemeinsame Verantwortung zu begreifen. Die Resonanz im Saal fiel unterschiedlich aus; auf Teilen der republikanischen Seite sei die Aufnahme dieses Themas zurückhaltender gewesen, wie berichtet wird.
Der Auftritt erfolgte am zweiten Tag eines viertägigen Staatsbesuchs in den USA und machte Charles zum zweiten britischen Monarchen, der vor dem US‑Kongress spricht; zuvor hatte Queen Elizabeth II. 1991 beide Kammern adressiert. Zwar hatte der Buckingham Palace die Ansprache vorab als unpolitisch charakterisiert, doch behandelte sie deutlich außen‑ und sicherheitspolitische Themen und setzte damit markante Akzente inmitten aktueller Spannungen zwischen den Verbündeten.