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Kleinkind nach Beinahe-Ertrinken zunächst für tot erklärt – Stunden später lebendig im Leichenzimmer entdeckt

Ein 18 Monate alter Junge wurde nach einem Beinahe-Ertrinken zunächst für tot erklärt und in den Leichensaal eines Krankenhauses gebracht; Stunden später entdeckte die Gerichtsmedizin ihn atemnd und ließ ihn in ein anderes Krankenhaus verlegen. Die Polizei empfiehlt Fahrlässigkeitsanzeigen gegen die Eltern.

JKCM News Redaktion 2 Min Lesezeit
Titelbild: Kleinkind nach Beinahe-Ertrinken zunächst für tot erklärt – Stunden später lebendig im Leichenzimmer entdeckt
  • Ersthelfer leisteten Wiederbelebung, das Krankenhaus stellte den Tod fest
  • Stunden später atmete das Kind im sogenannten ‚cold room‘ und wurde per Luftrettung verlegt.

Die Kernentwicklung: Ein 18 Monate alter Junge, der nach einem Tauchunfall in einem Hinterhofpool gefunden worden war, wurde zunächst für tot erklärt und in den Leichensaal eines Krankenhauses gebracht. Rettungskräfte hatten dem Kind am Abend Wiederbelebungsmaßnahmen geleistet und es ins Mercy Gilbert Medical Center gebracht, wo rund eine Stunde nach Eintreffen der Tod festgestellt wurde.

Zugleich dokumentieren Polizeiprotokolle, dass zwei Beamte während des Einsatzes mehrfach mögliche Lebenszeichen am Kind wahrgenommen hatten. Trotz dieser Beobachtungen und der ursprünglichen Behandlung durch Rettungspersonal wurde der Junge in den sogenannten ‚cold room‘ verbracht, einen Bereich des Krankenhauses, der für verstorbene Patienten genutzt wird.

Inzwischen heißt es in den Unterlagen, dass etwa fünf Stunden nach der Einlieferung Mitarbeiter der Gerichtsmedizin das Kind atmen sahen; daraufhin wurde er sofort per Luftrettung in ein anderes Krankenhaus gebracht. Der Junge überlebte den Vorfall und wurde später aus der stationären Versorgung entlassen. Die Polizei von Gilbert empfiehlt nun, gegen die Eltern Fahrlässigkeitsanzeigen zu prüfen.

Daneben notieren Ermittler in ihren Akten einen starken Marihuanageruch im Haus und offene Türen, die nach ihrer Einschätzung unbeaufsichtigten Zugang zum Pool ermöglicht haben könnten. 911-Aufzeichnungen vermitteln die Hektik am Einsatzort: Verwandte meldeten einen bewusstlosen Kleinkind und im Hintergrund sind Schrei- und Hilferufe zu hören.

Vertreter des behandelnden Arztes machten darauf aufmerksam, dass es weitere medizinische und faktische Details gebe, die bislang nicht öffentlich erörtert würden. Das Krankenhaus erklärte, man habe eine gründliche Überprüfung aller Abläufe veranlasst, um zu klären, was geschehen ist, und notwendige Änderungen vorzunehmen. Unterstützer des Jungen initiierten eine Spendenaktion, in der von umfangreicher Therapie für das Kind die Rede ist. Die vorliegenden Polizeiakten und medizinischen Erläuterungen bilden derzeit die Grundlage für mögliche strafrechtliche Schritte und interne Prüfungen der Notfallprozesse.