Neuer BBC‑Generaldirektor Matt Brittin warnt vor unvermeidbaren harten Entscheidungen
Der Ex‑Google‑Europa‑Chef nennt die BBC unverzichtbar, warnt aber vor unumgänglichen Einsparungen in Höhe von 500 Millionen Pfund.
Nach Angaben der BBC hat Matt Brittin am Montag sein Amt als Generaldirektor angetreten und die Belegschaft zu raschem Handeln aufgefordert. Der frühere Manager von Google betonte die Bedeutung des Senders als vertrauenswürdige Informationsquelle und kulturelle Instanz, machte zugleich aber klar, dass die Organisation vor sehr realen finanziellen Herausforderungen stehe. Er forderte ein kollektives Umdenken, um die BBC zukunftsfähig zu halten.
In einer internen Nachricht an die Mitarbeitenden rief Brittin zu mehr Digitalisierung, Nutzerorientierung und experimenteller Bereitschaft auf. Er forderte, schneller zu testen, aus Fehlern zu lernen und erfolgreiche Formate entschlossener zu skalieren, um Inhalte dort anzubieten, wo das Publikum heute überwiegend unterwegs ist. Zugleich räumte er ein, dass harte Entscheidungen unvermeidlich seien.
Daneben wird Brittin gegenüber Parlamentariern und der Regierung Rechenschaft über Strategie und Finanzierung ablegen müssen. Die Vorsitzende des Kultur‑, Medien‑ und Sportausschusses warnte bereits vor einem schwierigen Mandat in einer Zeit großer Turbulenzen. Sein Jahresgehalt wurde mit 565.000 Pfund angegeben.