Österreich unterstützt AI Leaders Declaration beim AI Impact Summit in Neu-Delhi
Österreich hat beim India–AI Impact Summit 2026 die AI Leaders Declaration mitgetragen und setzt auf internationale Zusammenarbeit für sichere und verantwortungsvolle KI.
- Der Gipfel lief von 16 bis 20 Februar in Neu‑Delhi und versammelte Delegationen aus 118 Ländern.
- Österreich war durch Staatssekretär Alexander Pröll vertreten und betonte den Anspruch, vertrauenswürdige KI zu fördern.
- Die AI Leaders Declaration nennt gemeinsame Leitplanken wie risikobasierte Governance, Transparenz und menschenzentrierte Anwendungen.
- Ein Schwerpunkt ist der Ausbau von Kompetenzen sowie der Zugang zu Rechenleistung und Daten, um die digitale Kluft zu verringern.
Österreich hat sich beim India–AI Impact Summit 2026 in Neu‑Delhi an der internationalen Abstimmung zu Leitplanken für Künstliche Intelligenz beteiligt. Die österreichische Delegation wurde nach Angaben des Bundeskanzleramts von Staatssekretär Alexander Pröll geführt. Der Gipfel lief von 16 bis 20 Februar und brachte Staats‑ und Regierungschefs, Ministerinnen und Minister sowie Delegationen aus mehr als hundert Ländern zusammen. Im Zentrum stand die Frage, wie KI‑Systeme wirtschaftlich genutzt werden können, ohne Sicherheitsrisiken, Diskriminierung oder Kontrollverlust zu verstärken.
Als politisches Ergebnis wurde eine AI Leaders Declaration verabschiedet, die gemeinsame Grundsätze und Arbeitsaufträge für internationale Zusammenarbeit formuliert. In der Erklärung werden unter anderem menschenzentrierte und inklusive Anwendungen, risikobasierte Governance, Transparenz und Rechenschaftspflichten sowie die Stärkung von Forschung und Innovation betont. Gleichzeitig wird auf die Notwendigkeit verwiesen, Vertrauen in KI‑Systeme zu schaffen, damit sie in sensiblen Bereichen wie Gesundheit, Bildung, öffentlicher Verwaltung oder kritischer Infrastruktur eingesetzt werden können. Der Text ist als Rahmen gedacht, der nationale Regulierung nicht ersetzt, aber Koordination erleichtern soll.
Ein Schwerpunkt liegt auf der Frage, wie der Zugang zu Ressourcen gerechter organisiert werden kann. Die Erklärung greift den Bedarf an Rechenkapazität, Datenzugang, Standards und Kompetenzen auf und verknüpft ihn mit dem Ziel, die digitale Kluft zwischen Staaten zu verkleinern. Damit verbunden sind Zusagen zu Capacity‑Building‑Programmen, zur Unterstützung von Start‑ups und Forschungseinrichtungen sowie zu einer besseren Interoperabilität von technischen und rechtlichen Rahmenbedingungen. In den Formulierungen wird deutlich, dass wirtschaftliche Wettbewerbsfähigkeit und Sicherheitsvorkehrungen nicht als Gegensätze, sondern als zwei Bedingungen für breite Akzeptanz verstanden werden.
Für Österreich ist die Teilnahme auch ein Signal, sich in der globalen Normenbildung zu positionieren, während in Europa parallel die Umsetzung bestehender Regeln und Standards vorangetrieben wird. Das Bundeskanzleramt verweist auf den Anspruch, vertrauenswürdige KI zu fördern und internationale Kooperation zu vertiefen. Konkrete Folgearbeit wird sich daran messen lassen, ob aus der Erklärung messbare Projekte entstehen – etwa bei gemeinsamen Test‑ und Bewertungsverfahren, bei Aus‑ und Weiterbildung oder beim Austausch über Sicherheitsvorfälle. Für Unternehmen und Behörden in Österreich bleibt entscheidend, dass internationale Leitlinien mit europäischen Vorgaben kompatibel sind und gleichzeitig innovationsfreundliche Spielräume eröffnen.