Prabowo kündigt 230 Mio. USD für Sicherung von Bahnübergängen nach tödlichem Zugunglück in Bekasi an
Nach dem Zugunglück mit 16 Toten will Indonesien unbewachte Bahnübergänge sichern und in Bekasi eine Überführung für Fußgänger und Fahrzeuge bauen.
Nach Angaben des Präsidenten hat Indonesien ein Programm zur Verbesserung der Sicherheit an Bahnübergängen aufgelegt, für das 230 Millionen US-Dollar bereitgestellt werden sollen. Die Ankündigung folgte einem Zugunglück bei Bekasi, bei dem 16 Fahrgäste getötet wurden. Präsident Prabowo Subianto erklärte, die Mittel seien zur umfassenden Aufrüstung von Level Crossings gedacht, die vielfach unbewacht oder nur unzureichend gesichert seien.
Im Mittelpunkt der angekündigten Maßnahmen steht die Beseitigung von Gefahrenstellen entlang des Schienennetzes. Prabowo sagte, viele Überwege seien entweder gar nicht oder nur mangelhaft überwacht; dies habe die Regierung veranlasst, bundesweit Schutzvorrichtungen zu verstärken. Konkret nannte er den Ausbau baulicher Lösungen ebenso wie die Verstärkung vor Ort durch Personal, um akute Risiken schnell zu reduzieren.
Gleichzeitig kündigte der Präsident ein konkretes Projekt für die Region um Bekasi an: Dort soll ein Überführungsbauwerk errichtet werden, damit Fußgänger und Straßenverkehr die Bahntrasse sicher queren können. Bei einem Krankenhausbesuch verletzter Opfer wies Prabowo zudem Anordnungen zur sofortigen Verbesserung aller Bahnübergänge an, darunter sowohl kurzfristige Sicherungsmaßnahmen wie Wachposten als auch dauerhafte bauliche Eingriffe wie Über- und Unterführungen.
Verkehrsanalysten hoben neben ungesicherten Übergängen weitere strukturelle Probleme hervor, die das Unfallrisiko erhöhen. Dazu zählten mangelhafte Durchsetzung bestehender Sicherheitsauflagen, veraltete Infrastruktur und eine fragmentierte Zuständigkeitsverteilung zwischen den Stellen, die für Schiene, Straße und öffentliche Sicherheit verantwortlich sind. Diese Faktoren erschweren koordinierte Modernisierungen und gelten als Mitursache für die Gefährdung von Passagieren und Anwohnern.
Unterdessen betonte die Regierung die Dringlichkeit, die zugesagten Mittel zügig einzusetzen, um ähnliche Tragödien zu verhindern. Geplant sind kurzfristige Interventionen zur sofortigen Risikominderung sowie langfristige Investitionen in bauliche Lösungen. Nähere Angaben zu Zeitplan, Auszahlung der Gelder und der konkreten Zuständigkeit der involvierten Behörden wurden in der Mitteilung nicht genannt.