Russische Angriffe treffen Wohnhaus und Bus: Zwei Tote, Dutzende Verletzte in der Ukraine
Nächtliche Drohnenangriffe trafen Wohngebäude, Fahrzeuge und einen Linienbus; Behörden melden zwei Tote in Cherson sowie zahlreiche Verletzte in Charkiw und im Süden.
- Mehr als 160 Drohnen sollen eingesetzt worden sein
- ukrainische Luftabwehr berichtet von umfangreichen Abfangaktionen.
Nach Angaben ukrainischer Behörden haben nächtliche Angriffe mit Drohnen mehrere zivile Ziele in unterschiedlichen Landesteilen getroffen. In der Region Charkiw beschädigte eine iranisch hergestellte Shahed-Drohne ein zwölfstöckiges Wohnhaus; es kam zu Verletzten, und Autos auf einem nahegelegenen Parkplatz wurden beschädigt.
Ein Bewohner des betroffenen Hauses erlitt Splitterverletzungen im Brustbereich, nachdem eine Drohne die 11. Etage getroffen hatte. Ein weiterer Anwohner wurde durch Glassplitter verletzt, teilte der Staatliche Katastrophenschutz mit. Die Schäden betrafen neben dem Gebäude auch mehrere zivile Fahrzeuge in der Umgebung.
Gleichzeitig meldeten Behörden in der südukrainischen Region Cherson Tote nach einem Angriff auf einen öffentlichen Bus im Dniprovskyi-Bezirk. Vor Ort kamen demnach ein Mitarbeiter eines Versorgungsunternehmens und eine Frau ums Leben; sieben Fahrgäste, darunter sechs Männer und eine Frau, wurden verletzt und in Krankenhäuser gebracht.
Daneben berichtete die Militärverwaltung von Cherson von weiteren Opfern nach mehreren Einschlägen in der Region: Eine zusätzliche Person sei getötet und zehn weitere verletzt worden. Die Mitteilungen fassen damit mehrere Treffpunkte im Süden zusammen, geben aber keine detaillierten Einzelangaben zu jedem Vorfall.
Die ukrainische Luftwaffe teilte mit, dass in der Nacht mehr als 160 Drohnen auf rund ein Dutzend Orte im Land abgefeuert worden seien. Etwa 140 der unbemannten Flugkörper seien demnach abgefangen oder gestört worden, während rund zwei Dutzend ihre Ziele erreicht hätten. Gleichzeitig wies die Luftwaffe auf die anhaltende Bereitschaft hin und warnte vor weiteren Angriffen.
Unterdessen meldeten ukrainische Stellen Erfolge eigener Drohnenoperationen gegen russische Energieinfrastruktur in tiefen Gebieten des russischen Staatsgebiets. Diese Angriffe zielen laut Angaben der Behörden darauf ab, Russlands Ölexporte zu beeinträchtigen; die wirtschaftlichen Auswirkungen davon bleiben vorerst unklar.