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Russische Drohne beschädigt Gebäude zur Lagerung abgebrannter Brennelemente nahe Tschornobyl

Empfangsgebäude einer Anlage zur Lagerung abgebrannter Brennelemente schwer beschädigt; Feuer gelöscht, keine Verletzten, Strahlungswerte bleiben im Normbereich

JKCM News 2 Min Lesezeit
Titelbild: Russische Drohne beschädigt Gebäude zur Lagerung abgebrannter Brennelemente nahe Tschornobyl
  • Angriff trifft sensiblen Bereich rund neun Meilen vom Tschornobyl-Reaktor
  • IAEO plant Entsendung von Experten zur Lageeinschätzung

Die Kernentwicklung: In den frühen Morgenstunden wurde das Empfangsgebäude einer Anlage zur langfristigen Lagerung abgebrannter Brennelemente in der Nähe des stillgelegten Kernkraftwerks Tschornobyl durch eine russische Shahed-Drohne erheblich beschädigt. Zum Zeitpunkt des Angriffs befanden sich keine Lagerbehälter im Gebäude; es brach dennoch ein Feuer aus, das eine Fläche von etwa 40 Quadratmetern betraf und später gelöscht wurde.

Im Mittelpunkt der Reaktionen steht die scharfe Verurteilung des ukrainischen Präsidenten Wolodymyr Selenskyj, der den Angriff als gezielten und extrem niederträchtigen Akt bezeichnete. Die Anlage liegt rund neun Meilen vom Reaktor entfernt, der 1986 explodierte und als Schauplatz der bislang schwersten zivilen Nuklearkatastrophe gilt. Die Wahl des Ziels wird vor dem Hintergrund einer intensiven Phase von Langstreckenangriffen als Provokation interpretiert.

Zugleich meldete der staatliche Betreiber Energoatom, dass keine Mitarbeiter verletzt wurden und die vor Ort gemessenen Strahlungswerte innerhalb der normalen Grenzen geblieben seien. Trotz der deutlich sichtbaren Sachschäden bestehe derzeit keine erhöhte radiologische Gefährdung; die Lage wird vor Ort weiter überwacht, um mögliche Veränderungen schnell zu erkennen.

Daneben kündigte die Internationale Atomenergieorganisation (IAEO) an, Experten zum betroffenen Standort zu entsenden, um Schäden zu evaluieren und die Sicherheitslage zu prüfen. Der Besuch soll Klarheit über den Zustand der Anlage bringen und zusätzliche Kontrollen ermöglichen, damit mögliche Risiken für die Bevölkerung und die Umgebung ausgeschlossen werden können.

Gleichzeitig setzten sich die Gefechte in der Region mit gegenseitigen Angriffen fort: An dem Wochenende gab es schwere Schläge auf zivile und militärische Ziele auf beiden Seiten, darunter ein ukrainischer Langstreckenangriff sowie Berichte über die Abwehr vieler Drohnenangriffe. Das russische Verteidigungsministerium äußerte sich bislang nicht zum Streik auf die Lageranlage bei Tschornobyl.