Schwerverletzte im Straßenverkehr: Höchststand seit 2011 in den ersten drei Quartalen 2025
Statistik Austria meldet für Jänner bis September 2025 insgesamt 37.274 Verletzte und 6.518 Schwerverletzte im Straßenverkehr.
- Von Jänner bis September 2025 registrierte die Polizei 30.158 Unfälle mit Personenschaden und 313 Verkehrstote.
- Die Zahl der Schwerverletzten stieg auf 6.518 und liegt damit so hoch wie seit 2011 nicht mehr.
- Radfahrer:innen stellten mit 2.221 Schwerverletzten rund ein Drittel aller Schwerverletzten; 61 Prozent dieser schweren Fahrradunfälle waren Alleinunfälle.
- Bei Unfällen mit schweren Lkw starben 58 Menschen, das entspricht einem Anteil von 18,5 Prozent an allen Verkehrstoten im Zeitraum.
- Bei Kindern (0–14 Jahre) wurden 2.872 Verletzte und sieben Todesfälle gezählt; bei E‑Scooter-Lenker:innen blieb der Helm laut Erhebung selten.
Die Zahl der Schwerverletzten im österreichischen Straßenverkehr hat in den ersten drei Quartalen 2025 den höchsten Stand seit 2011 erreicht. Nach vorläufigen Ergebnissen von Statistik Austria wurden von Jänner bis September 2025 insgesamt 37.274 Personen verletzt, davon 6.518 schwer. Grundlage sind polizeilich erfasste Unfälle mit Personenschaden; die Auswertung basiert auf der Statistik der Straßenverkehrsunfälle.
In Summe registrierte die Polizei in den ersten drei Quartalen 2025 rund 30.158 Unfälle mit Personenschaden. 313 Menschen kamen in diesem Zeitraum im Straßenverkehr ums Leben. Gegenüber dem Vergleichszeitraum 2024 stieg die Zahl der Verletzten um 2,5% beziehungsweise um 923 Personen, während die Zahl der Getöteten nahezu unverändert blieb. Im Bundesländervergleich verzeichnete Vorarlberg den deutlichsten prozentuellen Zuwachs bei den Verletzten (+8%), gefolgt vom Burgenland (+6%); Kärnten lag hingegen um rund 5% unter dem Vorjahr.
Besonders auffällig ist die Entwicklung bei Radfahrer:innen: 2.221 Personen wurden schwer verletzt, das entspricht rund 34% aller Schwerverletzten. Laut Statistik waren 61% der schweren Fahrradunfälle Alleinunfälle ohne weitere Beteiligte. Bei E‑Scooter-Lenker:innen wurden 885 Schwerverletzte ausgewiesen (rund 14% aller Schwerverletzten); 73% der schweren E‑Scooter-Unfälle waren Alleinunfälle. Beim Schutzverhalten zeigt die Erhebung einen starken Unterschied: Unter den verletzten Radfahrer:innen trugen 69% einen Helm, bei verletzten E‑Scooter-Lenker:innen waren es 13%.
Auch Unfälle mit schweren Lkw fallen ins Gewicht: In den ersten drei Quartalen 2025 gab es 3.035 Unfälle mit Personenschaden unter Beteiligung eines schweren Lkw, dabei wurden 3.746 Personen verletzt. 58 Menschen starben bei solchen Unfällen – der höchste Wert seit 2018. Damit entfielen 18,5% aller Verkehrstoten im Zeitraum auf Unfälle mit schweren Lkw. Statistik Austria weist zudem darauf hin, dass die Zahl der tödlich verunglückten Fußgänger:innen und Pkw-Insass:innen in diesem Segment deutlich anstieg.
Bei Kindern im Alter von 0 bis 14 Jahren wurden 2.872 Verletzte und sieben Todesfälle gezählt. In der Detailauswertung werden unter anderem auch Rückhaltesysteme im Pkw und Helmquoten nach Verkehrsart ausgewiesen. Die aktuellen Zahlen gelten als vorläufig; detaillierte Tabellen und Zeitreihen veröffentlicht Statistik Austria im Rahmen der „Statistik im Fokus“ zur Straßenverkehrsunfallstatistik.