Scott Hastings, schottischer Rugby‑Star, stirbt im Alter von 61 Jahren
Der ehemalige Nationalspieler und Fernsehkommentator gehörte zum Grand‑Slam‑Team von 1990 und hatte zuletzt gegen nicht heilbares Non‑Hodgkin‑Lymphom gekämpft.
- Hastings, 65‑mal für Schottland im Einsatz, starb nach Komplikationen während der Krebsbehandlung
- die Familie bat um Privatsphäre.
Nach Angaben seiner Kinder Corey und Kerry‑Anne ist der ehemalige schottische Rugby‑International Scott Hastings im Alter von 61 Jahren gestorben. In ihrem Statement teilten sie mit, dass Hastings am Morgen des 17. Mai friedlich im Beisein der Familie verstorben sei; derselbe Tag fiel zudem auf den Geburtstag seiner verstorbenen Ehefrau Jenny.
Im Mittelpunkt seiner Karriere stand die Zeit bei Watsonians in Edinburgh und seine prägende Rolle in der Nationalmannschaft: Hastings bestritt 65 Länderspiele für Schottland und nahm an zwei Touren mit den British and Irish Lions teil. Er war Teil der Mannschaft, die 1990 den Grand Slam im Five Nations gewann, und galt als einer der prägenden Spieler jener Generation.
Nach dem Schritt vom aktiven Spielbetrieb machte sich Hastings einen Namen als Kommentator und Rugby‑Pundit und blieb dem Sport über Jahrzehnte hinweg verbunden. Zugleich engagierte er sich intensiv in der Wohltätigkeitsarbeit, unter anderem für psychische Gesundheit und im Kampf gegen die Motoneuronenerkrankung; dieses Engagement ergänzte sein öffentliches Wirken als Medienmann.
In den vergangenen Jahren machte Hastings öffentlich bekannt, dass bei ihm 2022 ein Non‑Hodgkin‑Lymphom diagnostiziert worden sei und dass die Erkrankung als nicht heilbar eingestuft worden war. In den letzten Tagen habe sich sein Zustand nach Komplikationen während der Behandlung sehr schnell verschlechtert; trotz der Bemühungen des Teams der Intensivstation des Western General Hospital sei er schließlich friedlich und schmerzfrei gestorben, erklärten die Angehörigen.
Daneben reagierte die Rugby‑Gemeinschaft mit zahlreichen Nachrufen auf den Tod Hastings'. Aktuelle und ehemalige Verantwortliche sowie Teamkollegen hoben seine Energie, Verlässlichkeit und Integrität hervor und betonten seinen prägenden Einfluss auf Touren und in der Nationalmannschaft. Viele wiesen zudem auf seinen Beitrag zu gemeinnützigen Initiativen hin und beschrieben den Verlust als tief für das schottische Rugby.
Unterdessen kündigte die Familie an, zu gegebener Zeit weitere Informationen zur Würdigung seines Lebens zu teilen. Bis dahin bat sie um Rücksichtnahme und um den nötigen Raum, um den Verlust in Ruhe zu verarbeiten.