Tödlicher Wohnungsbrand in Wien-Floridsdorf, Brandgruppe des LKA ermittelt
Nach einem Wohnungsbrand in Wien‑Floridsdorf wurde ein 57‑jähriger Bewohner tot aufgefunden, die Ermittler gehen vorerst von fahrlässiger Verursachung aus.
- Der Brand brach am Freitagabend gegen 18.30 Uhr in einer Wohnung in der Doderergasse in Floridsdorf aus.
- Die Feuerwehr löschte rasch, umliegende Wohnungen wurden nach Angaben der Einsatzkräfte nicht betroffen.
- In der Wohnung wurde ein 57‑jähriger Mann leblos gefunden; Reanimationsmaßnahmen blieben ohne Erfolg.
- Die Brandgruppe des Landeskriminalamtes ermittelt zur Ursache, Fremdverschulden wird derzeit ausgeschlossen.
Ein Wohnungsbrand in Wien‑Floridsdorf hat am Freitagabend ein Todesopfer gefordert. Einsatzkräfte wurden gegen 18.30 Uhr zu einem Mehrparteienhaus in der Doderergasse alarmiert. Die Berufsfeuerwehr Wien konnte den Brand rasch unter Kontrolle bringen, sodass nach Angaben der Behörden keine benachbarten Wohnungen in Mitleidenschaft gezogen wurden. Während der Löscharbeiten wurde in der betroffenen Wohnung eine leblose männliche Person entdeckt.
Die Berufsrettung Wien leitete unmittelbar Reanimationsmaßnahmen ein, ein Notarzt konnte jedoch nur noch den Tod feststellen. Laut Polizei handelt es sich bei dem Verstorbenen um den 57‑jährigen Wohnungsinhaber. Die Meldung wurde am Samstagvormittag veröffentlicht und diente auch dazu, Gerüchte über ein mögliches Fremdverschulden einzuordnen: Nach dem bisherigen Ermittlungsstand wird ein Drittverschulden ausgeschlossen.
Die Brandgruppe des Landeskriminalamtes Wien übernahm die Ermittlungen zur Brandursache. In der ersten Lageeinschätzung wird von einem Fahrlässigkeitsdelikt ausgegangen. Als möglicher Auslöser werden glosende Teile in einem Aschenbecher genannt, die in der Wohnung einen kleinen Brandherd – unter anderem auf einer Couch – verursacht haben könnten. Die Ermittler betonten jedoch, dass die Untersuchungen zur Ursache noch nicht abgeschlossen sind und Ergebnisse aus der Brandursachenermittlung ausstehen.
Bei Bränden mit Todesfolge werden in Wien regelmäßig kriminalpolizeiliche und brandsachverständige Schritte gesetzt, um Unfallgeschehen, mögliche technische Defekte oder fahrlässiges Verhalten voneinander abzugrenzen. Dazu gehören die Sicherung des Brandortes, die Dokumentation von Spurenbildern und die Rekonstruktion des Brandverlaufs. In diesem Fall konzentriert sich die Arbeit der Ermittler auf die Entstehungsphase des Feuers und darauf, warum sich der Brand in der Wohnung so entwickeln konnte, dass der Bewohner nicht mehr gerettet werden konnte.
Für die Bewohner des Hauses und die Nachbarschaft bleibt damit vorerst eine offene Frage: Wann die Brandursache endgültig feststeht, hängt von der Auswertung der Spuren und der Befragung von Zeugen ab. Behörden verwiesen darauf, dass es sich um laufende Ermittlungen handelt. Weitere Details, etwa zu technischen Befunden oder zum genauen Ablauf in den Minuten vor dem Brand, sollen erst nach Abschluss der Untersuchungen veröffentlicht werden.