AMAG meldet 2025 Ergebnisrückgang und schlägt Dividende von 0,75 Euro je Aktie vor
AMAG hat 2025 bei leicht höherem Umsatz ein Ergebnis nach Steuern von 34,0 Millionen Euro ausgewiesen und will die Dividende auf 0,75 Euro je Aktie senken.
- Umsatz stieg 2025 auf 1.478,5 Millionen Euro, das EBITDA sank auf 137,0 Millionen Euro.
- Das Ergebnis nach Ertragsteuern lag bei 34,0 Millionen Euro, das Ergebnis je Aktie bei 0,96 Euro.
- Operativer Cashflow stieg auf 168,1 Millionen Euro, Free Cashflow auf 115,3 Millionen Euro.
- Die Eigenkapitalquote erhöhte sich auf 43,2%, die Nettofinanzverschuldung sank auf 321,0 Millionen Euro.
- Für 2026 nennt AMAG ein volatiles Umfeld und verzichtet derzeit auf eine konkrete EBITDA-Prognose.
Die AMAG Austria Metall AG hat für 2025 trotz leicht höherer Umsatzerlöse einen deutlichen Ergebnisrückgang gemeldet. Der Konzern steigerte den Umsatz auf 1.478,5 Mio. Euro (+2,1% gegenüber 2024: 1.448,8 Mio. Euro). Gleichzeitig sank das EBITDA auf 137,0 Mio. Euro (2024: 179,2 Mio. Euro) und das Ergebnis nach Ertragsteuern auf 34,0 Mio. Euro (2024: 43,2 Mio. Euro). Das Ergebnis je Aktie lag bei 0,96 Euro nach 1,23 Euro im Vorjahr.
AMAG führt die schwächere Ertragslage auf herausfordernde Rahmenbedingungen und ein durch Handelspolitik beeinflusstes Wettbewerbsumfeld in wichtigen Absatzmärkten zurück. Margenrückgänge, ein anhaltend hoher Kosten- und Energiedruck am Standort Ranshofen sowie Preis- und Mixeffekte belasteten. Positiv wirkten laut Unternehmen operative Flexibilität, konsequentes Kostenmanagement und Rückenwind aus der kanadischen Elektrolysebeteiligung Alouette.
In den Segmenten zeigte sich ein gemischtes Bild: Im Segment Metall half der höhere Aluminiumpreis, negative Effekte aus Prämienentwicklung, Absatzmengen und Wechselkursrelationen teilweise zu kompensieren. Das Segment Gießen blieb ergebnisseitig durch die Lage in der europäischen Automobilindustrie, Preissensitivität und indirekte handelspolitische Einflüsse unter Druck. Im Segment Walzen stabilisierten Verschiebungen im Produktmix die Auslastung; Schwächen im Transportsektor wurden durch Zuwächse in industriellen Anwendungen und Verpackung teilweise ausgeglichen.
Finanziell hob AMAG die Cashflow-Entwicklung hervor: Der operative Cashflow stieg um 41,3% auf 168,1 Mio. Euro, der Free Cashflow legte auf 115,3 Mio. Euro zu (2024: 31,8 Mio. Euro). Die Eigenkapitalquote erhöhte sich auf 43,2% (2024: 42,3%), die Nettofinanzverschuldung sank auf 321,0 Mio. Euro. Vorstand und Aufsichtsrat wollen der Hauptversammlung am 16. April 2026 eine Dividende von 0,75 Euro je Aktie vorschlagen; der Zahltag ist für 23. April 2026 vorgesehen.
Für 2026 sieht AMAG ein weiterhin volatiles Umfeld, insbesondere wegen handelspolitischer Unsicherheiten und der Preisentwicklung bei Aluminium und Energie. Eine konkrete EBITDA-Prognose sei derzeit nicht möglich; zugleich verweist das Unternehmen auf positive Signale im Markt und auf Prognosen, die für 2026 von einer verbesserten Industriekonjunktur ausgehen. Der Geschäftsbericht 2025 ist nach Unternehmensangaben über die Investor-Relations-Seite abrufbar.