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Arne Slot kritisiert VAR nach umstrittenem Strafstoß gegen Liverpool in Champions League

Liverpool-Trainer kritisiert wiederholte VAR-Entscheidungen gegen sein Team, nachdem ein Elfmeter gegen Paris St. Germain im Rückspiel aberkannt wurde.

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Titelbild: Arne Slot kritisiert VAR nach umstrittenem Strafstoß gegen Liverpool in Champions League
Slot wirft dem VAR Ungleichbehandlung vor und stützt sich auf mehrere konkrete Vorfälle und Statistiken aus der laufenden Saison.

Nach Angaben von Arne Slot nahm ein VAR-Eingriff Liverpool im Champions-League-Rückspiel gegen Paris St. Germain eine mögliche Wende. In der 64. Minute deutete Schiedsrichter Maurizio Mariani zunächst auf den Punkt, nachdem Alexis Mac Allister im Strafraum zu Boden gegangen war. Der Video-Assistent Marco di Bello schickte Mariani jedoch schnell zur Seitenlinie, woraufhin die Strafstoßentscheidung zurückgezogen wurde und wenige Minuten später Ousmane Dembélé zum 2:0 traf.

Im Mittelpunkt von Slots Kritik steht die Wahrnehmung, dass vergleichbare Szenen in dieser Saison wiederholt gegen Liverpool entschieden worden seien. Slot betonte, seine Mannschaft habe sowohl von Strafstößen profitiert als auch welche gegen sich erlitten; dennoch äußerte er den Eindruck, dass viele Entscheidungen zu Ungunsten seines Teams ausgefallen seien. Er brachte seine Frustration pointiert auf den Punkt: So many decisions have gone against us this season.

Zugleich nannte Slot in der Pressekonferenz mehrere konkrete Fälle, die seine Haltung untermauern sollen. Er verwies auf einen Vorfall bei Brentford, bei dem eine zunächst verhängte Freistoßentscheidung nach VAR-Eingriff als Strafstoß gewertet wurde, weil der Videobeweis den Ort des Vergehens im Strafraum sah. Ein weiteres Beispiel betraf einen Vorfall mit Leeds, bei dem nach Überprüfung ebenfalls ein Strafstoß gegeben wurde. Slot räumte ein, Liverpool sei in einigen Fällen auch vom VAR profitiert worden, doch er betonte, die Summe der Eingriffe führe zu einem ungünstigen Gesamteindruck.

Daneben illustrieren Zahlen, wie häufig der VAR in Liverpool-Spielen eingegriffen hat: In der Premier League teilen sich Liverpool und Brighton die Spitze mit drei per VAR bestätigten Strafstößen gegen sie. Insgesamt zählte Liverpool sechs VAR-Interventionen gegen sich, nur Fulham wies mit neun mehr auf. Bei negativen Torentscheidungen hatten die Reds fünf solcher Fälle, ebenfalls nur von Fulham übertroffen. Diese Werte dienen Slot zufolge als Basis für seine Vorwürfe einer ungleichen Handhabung.

Inzwischen bleibt strittig, wann ein Kontakt als ausreichend für eine Nicht-Intervention gilt. Im umstrittenen PSG-Moment berührte Willian Pacho nach Analyse den Stiefelrücken von Mac Allister, weshalb offen blieb, ob dies einen klaren und offensichtlichen Fehler der ursprünglichen Entscheidung begründete. Slot hob hervor, er sehe in der praktischen Anwendung des VAR unterschiedliche Standards; zugleich verwies er auf frühere Partien gegen PSG, in denen sein Team auch von zurückgenommenen Entscheidungen profitiert hatte, was die Bilanz komplexer erscheinen lasse.