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ASEAN-Minister drängen USA und Iran zur Fortsetzung von Verhandlungen — Ölpreis über 100 Dollar

Bei einem Treffen in Manila forderten hohe Diplomaten Südostasiens die Wiederaufnahme von Verhandlungen zwischen den USA und dem Iran und warnten vor Risiken für Energie- und Ernährungssicherheit in der Region.

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Titelbild: ASEAN-Minister drängen USA und Iran zur Fortsetzung von Verhandlungen — Ölpreis über 100 Dollar
Außen-, Handels- und Wirtschaftsminister der ASEAN forderten koordinierte Gegenmaßnahmen gegen Versorgungsengpässe und drängten auf Deeskalation, nachdem Ölpreise wieder über 100 Dollar gestiegen waren.

Nach Angaben regionaler Vertreter appellierten führende Diplomaten der ASEAN-Staaten in Manila an die USA und den Iran, die Verhandlungen zur Beendigung der Kämpfe unverzüglich wieder aufzunehmen. Die Aufforderung folgte auf das Scheitern von Gesprächen am Wochenende und auf scharfe Äußerungen, die zusätzliche Spannungen ausgelöst hatten.

Im Mittelpunkt des Treffens standen die unmittelbaren Folgen des Konflikts für Energie- und Ernährungssicherheit in Südostasien. Die Außen-, Handels- und Wirtschaftsminister hatten sich am 13. März in der philippinischen Hauptstadt getroffen und nach ihren Beratungen betont, dass koordinierte Reaktionen nötig seien, um Versorgungsengpässe bei Energie und Nahrungsmitteln abzufedern.

Zugleich wiesen die Minister auf die Marktreaktionen hin: Der Ölpreis durchbrach erneut die Marke von 100 Dollar, was in der Region spürbare Preis- und Versorgungsrisiken zur Folge habe. Diplomaten drängten daher auf eine Deeskalation und auf die Wiederaufnahme von Gesprächen zwischen den Konfliktparteien, um weitere Störungen der globalen Lieferketten zu vermeiden.

In ihrer Schlussbotschaft forderten die ASEAN-Vertreter alle beteiligten Akteure auf, auf islamistische und militärische Eskalationen zu verzichten und diplomatische Kanäle offen zu halten. Die Minister betonten, eine politische Lösung sei notwendig, um die wirtschaftlichen Folgen für die Region zu begrenzen und die Stabilität bei Energie- und Nahrungsmittelpreisen wiederherzustellen.

Gleichzeitig äußerten die Delegierten Besorgnis über unmittelbare wirtschaftliche Auswirkungen, namentlich steigende Transport- und Produktionskosten. Sie vereinbarten, die Lage weiter zu beobachten und gegebenenfalls gemeinsame Maßnahmen zu koordinieren, um die Versorgungssicherheit in Südostasien zu schützen.

Daneben maßen die Teilnehmer dem schnellen Handeln eine hohe Priorität bei, da länger anhaltende Störungen die fragile Erholung vieler Volkswirtschaften in der Region gefährden könnten. Die Betonung lag auf präventiven, abgestimmten Schritten, um kurzfristige Engpässe zu mindern und langfristige Risiken für Handel und Wachstum zu begrenzen.