Asha Bhosle mit 92 Jahren gestorben
Die vielseitige Bollywood‑Playbacksängerin starb in Mumbai an multiplem Organversagen; ihre Stimme ist auf rund 12.000 Aufnahmen zu hören.
Im Mittelpunkt steht die Nachricht vom Tod der indischen Bollywood‑Sängerin Asha Bhosle. Sie starb im Alter von 92 Jahren am Sonntag in der Breach Candy Hospital in Mumbai; ein behandelnder Arzt nannte multiples Organversagen als Todesursache. Bhosles Stimme gehörte über Jahrzehnte zur Klanglandschaft des Hindi‑Films und machte sie zu einer der bekanntesten Interpretinnen des Landes.
Nach Angaben aus der Familie war Bhosle am späten Samstag mit einer Brustinfektion und ausgeprägter Erschöpfung ins Krankenhaus gebracht worden. Ihr Sohn Anand Bhosle erklärte, die letzten Riten seien für Montag vorgesehen; nähere Details zu der Trauerfeier wurden nicht mitgeteilt. Angehörige und enge Vertraute begleiteten die letzten Stunden der Sängerin, die in Indien eine weitreichende öffentliche Anteilnahme erwartet.
Zugleich blieb Bhosles musikalische Bandbreite bemerkenswert: Ihre Stimme ist auf geschätzten rund 12.000 Aufnahmen zu hören. Sie arbeitete in vielen Genres, nahm Cabaret‑Stücke und westlich geprägte Melodien an und entwickelte daraus eine unverwechselbare Identität. Diese stilistische Offenheit unterschied sie deutlich von ihrer Schwester Lata Mangeshkar und trug dazu bei, dass Bhosle über Jahrzehnte hinweg als prägende Stimme des Kinos wahrgenommen wurde.
Geboren wurde Asha Bhosle am 8. September 1933; ihre musikalische Ausbildung begann in der Familie, ihr Vater Dinanath Mangeshkar war ebenfalls Sänger. Privat war sie zweimal verheiratet: Die erste Ehe begann 1949 und endete 1960; später heiratete sie den Komponisten R.D. Burman im Jahr 1980. Sie hinterlässt einen Sohn sowie mehrere Enkelkinder, die nun Abschied nehmen.
Daneben löste ihr Tod eine Welle der Betroffenheit aus. Indiens Premierminister Narendra Modi würdigte Bhosles langjährige künstlerische Laufbahn und hob die Bedeutung ihres Beitrags für das kulturelle Erbe des Landes hervor. Musiker, Filmschaffende und das Publikum reagierten mit Trauer auf den Verlust einer der prägendsten Stimmen des indischen Films, deren Aufnahmen das kollektive Gedächtnis der Nation über fast acht Jahrzehnte mitgeprägt haben.