Bernie Sanders fordert Graham Platner zum Rückzug aus Senatsrennen in Maine auf
Der progressive Senator Bernie Sanders fordert Graham Platner wegen schwerwiegender Vorwürfe sexueller Übergriffe zum Rückzug aus dem Senatsrennen in Maine auf.
Die Kernentwicklung: Bernie Sanders hat Graham Platner aufgefordert, seine Kandidatur für den US-Senat in Maine zu beenden. Sanders nannte die Vorwürfe gegen Platner sehr ernst und erklärte, er habe dem umstrittenen Kandidaten empfohlen, den besten Weg für den Bundesstaat zu wählen und sich zurückzuziehen.
Zugleich steht Platner unter massivem Druck, nachdem mehrere Frauen ihm sexuelle Übergriffe vorgeworfen haben. Berichte machten unter anderem Vorwürfe von Zwangssex bekannt; weitere frühere Partnerinnen sagten aus, er habe Verhütungsmittel während des Geschlechtsverkehrs ohne ihr Einverständnis entfernt. Platner hat diese Anschuldigungen bestritten und erklärt, dass er die Berichte zum Anlass nehme, über sein weiteres Vorgehen nachzudenken.
Institutionelle Unterstützung für Platner brach in der Folge rasch weg. Führende Demokratinnen und Demokraten gaben ihre Unterstützung zurück; Parteiführungen signalisierten, dass finanzielle Mittel und offizielle Rückendeckung nicht mehr garantiert seien, falls Platner auf der Kandidatenliste bliebe. In Maine bestehen Fristen, die der Partei bei einem rechtzeitigen Rückzug die Möglichkeit eröffnen würden, einen Ersatzkandidaten zu benennen.
Daneben rücken Fragen der internen Parteidisziplin und der Kriterien für Rückhalt in den Vordergrund. Stimmen aus dem progressiven Flügel, zu denen Sanders gehört, forderten einen klaren Bruch mit dem Kandidaten; andere Parteimitglieder hatten bereits zuvor ihre Unterstützung zurückgezogen. Platners weiteres Vorgehen bleibt vorerst offen: Er hat mitgeteilt, sich Zeit zu nehmen, um die beste Vorgehensweise zu reflektieren.