Deutsche Börse mit kräftigem Jahresauftakt dank hoher Marktvolatilität
Umsatz und EBITDA steigen zweistellig; Nachfrage nach Absicherungen und Energiehandel treiben Gewinn, Treasury-Erträge schwächer
- Der DAX‑Konzern verzeichnete im ersten Quartal höheren Umsatz und Gewinn
- der Vorstand bestätigt die Jahresziele trotz Gegenwind im Treasury-Geschäft.
Nach Angaben der Deutschen Börse hat der Börsenbetreiber zum Jahresauftakt von der erhöhten Volatilität an den Finanzmärkten profitiert und sowohl Umsatz als auch Ergebnis deutlich gesteigert. Der Konzernumsatz kletterte um elf Prozent auf 1,82 Milliarden Euro, das EBITDA zog um zehn Prozent auf gut eine Milliarde Euro an. Diese Entwicklung spiegelte nach Unternehmensangaben kurzfristig intensivierte Handelsaktivitäten wider.
Zugleich verbesserte sich der Nettogewinn um elf Prozent auf 585 Millionen Euro. Vorstand und Finanzvorstand werteten die Zahlen als soliden Start ins Jahr und bestätigten die bestehenden Ziele für das Gesamtjahr. Das Management betonte, dass die Quartalszahlen im Rahmen der Markterwartungen liegen und man mit dem aktuellen Ergebnis auf Kurs sei, die gesteckten Jahresziele zu erreichen.
Im Mittelpunkt der Erlössteigerungen stand eine kräftig gestiegene Nachfrage nach Absicherungsprodukten für Aktien und Anleihen, die das Unternehmen auf die militärische Eskalation im Nahen Osten und die damit verbundenen Befürchtungen einer Ölverknappung zurückführt. Daneben wirkte sich ein deutlich stärkerer Handel mit Strom und Gas positiv auf die Erlöse aus; dieser Zuwachs trug maßgeblich zum besseren Ergebnis des Börsenbetreibers bei.
Gleichzeitig gab es Belastungen im Treasury-Geschäft: Der Ertrag aus der Anlage von Kundengeldern sank auf 204 Millionen Euro nach 230 Millionen Euro im Vorjahresvergleich. Das Management nannte das gesunkene Zinsumfeld als dämpfenden Faktor für diese Ertragskomponente, die damit die positive Entwicklung in den Handelsbereichen abschwächte.
In ihrer Einordnung hoben Vorstandsmitglieder hervor, dass der Konzern aktuell von kurzfristig erhöhten Handelsaktivitäten profitiere, während strukturelle Einflüsse das Treasury-Ergebnis belasten. Unterdessen bleibt die Geschäftsführung zuversichtlich, die Jahresziele zu erreichen, wies jedoch zugleich auf die anhaltende Unsicherheit an den globalen Finanzmärkten hin, die das Geschäft im weiteren Jahresverlauf beeinflussen könne.