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Ehemaliger SNP‑Chef Peter Murrell gestand Veruntreuung von mehr als £400.000

Murrell verwendete Parteikreditkarten, Überweisungen und gefälschte Rechnungen, um über Jahre Luxusgüter, Fahrzeuge und einen Wohnwagen aus Parteimitteln zu finanzieren; Urteil ist für den 23. Juni angesetzt.

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Titelbild: Ehemaliger SNP‑Chef Peter Murrell gestand Veruntreuung von mehr als £400.000
Der frühere langjährige Geschäftsführer der SNP soll über rund zwölf Jahre Parteigelder in Höhe von mehr als £400.000 für private Anschaffungen abgezweigt haben.

Nach Angaben der erstmals vorgelegten Anklageschrift hat der ehemalige geschäftsführende Direktor der Scottish National Party (SNP), Peter Murrell, Parteigelder in Höhe von mehr als £400.000 für private Käufe missbräuchlich verwendet. Murrell, 61, bekannte sich in der vergangenen Woche schuldig; die Urteilsverkündung ist für den 23. Juni terminiert, und ihm droht eine mehrjährige Haftstrafe.

Im Mittelpunkt der Ermittlungen steht eine Abfolge von Zahlungen über Parteikreditkarten, direkte Überweisungen vom Parteikonto und gefälschte Rechnungen. Zugleich stellte die Anklage fest, dass Murrell unter anderem Schmuck, Kosmetikartikel, zwei Autos sowie einen hochwertigen Wohnwagen über einen Zeitraum von etwa zwölf Jahren finanziert haben soll.

Nach dem Schritt der Durchsuchungen fanden Polizeibeamte nur einen Teil der in der Anklageschrift aufgeführten mehr als 1.000 Gegenstände. Die bei Razzien sichergestellten Objekte reichten von Möbeln über Haus‑ und Gartengeräte bis hin zu Fahrzeugen. Unter den beschlagnahmten Gegenständen befand sich auch ein luxuriöser Wohnwagen der Marke Niesmann+Bischoff mit einem in der Anklage genannten Gesamtpreis von £124.550.

Daneben legt die Anklage dar, dass Murrell die Zahlung des Wohnwagens zunächst mit einer SNP‑Kreditkarte anzahlte und den Restbetrag per mehrerer Überweisungen aus dem Parteikonto beglich. Für das Fahrzeug soll er eine falsche Rechnung erstellt, Kundenangaben geändert und die Beschreibung im Finanzrecord so abgeändert haben, dass der Wagen als weniger ausgestatteter Van erschien.

Inzwischen wies die ehemalige Parteichefin Nicola Sturgeon jede Kenntnis von den Taten zurück und wies Vorwürfe einer Vertuschung zurück. Sie war im Zuge der Ermittlungen kurzzeitig einbezogen worden, wurde von der Polizei aber später nicht mehr als Verdächtige geführt. Murrell selbst befindet sich derzeit in Untersuchungshaft.