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Ehemaliger SNP‑Generalsekretär Peter Murrell gesteht Veruntreuung von Parteigeldern

Vor dem High Court in Edinburgh gab Peter Murrell zu, mehr als £400.000 aus Parteikassen für private Luxusanschaffungen verwendet zu haben; er wurde inhaftiert und wird Ende Juni verurteilt.

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Titelbild: Ehemaliger SNP‑Generalsekretär Peter Murrell gesteht Veruntreuung von Parteigeldern
  • Der frühere SNP‑Generalsekretär gestand die Veruntreuung von £400.310,65 und wurde in Haft genommen
  • das Urteil soll am 23. Juni verkündet werden.

Nach Angaben des High Court in Edinburgh hat der ehemalige Generalsekretär der Scottish National Party (SNP), Peter Murrell, die Veruntreuung von Parteimitteln in Höhe von £400.310,65 gestanden. Der 61‑Jährige legte vor Gericht ein Geständnis ab und wurde nach der Anhörung in Haft genommen; die Strafzumessung ist für den 23. Juni terminiert.

Im Mittelpunkt des Verfahrens steht ein Zeitraum, der nach Gerichtsaussagen vom 12. August 2010 bis zum 19. Oktober 2022 reicht. Murrell gab zu, Parteigelder über diesen Zeitraum für private Zwecke verwendet zu haben, darunter der Erwerb von zwei Autos und eines Wohnmobils, Kosmetikartikel, Schmuck sowie zahlreiche weitere persönliche Anschaffungen. Unter den veröffentlichten Dokumenten wird ein Wohnmobil genannt, das 2020 mit rund £124.550 als größte Einzelposition vollständig aus Parteikassen bezahlt worden sei.

Zugleich bestätigte die Verhandlung, dass die nun angegebene Summe und der enger gefasste Zeitraum geringer ausfallen als zuvor genannte Beträge und Zeitspannen. Der Fall war Teil der polizeilichen Untersuchung Operation Branchform, die sich mit Unregelmäßigkeiten bei Parteispenden und dem Verbleib erheblicher Geldbeträge beschäftigte. Gerichtspapiere enthalten nach Angaben des Gerichts Hunderte von Belegen zu den getätigten Ausgaben.

Daneben hatte Murrell die SNP über mehr als zwei Jahrzehnte geführt und war im März 2023 von seinem Amt zurückgetreten, nachdem öffentliche Unstimmigkeiten über Mitgliederzahlen bekannt geworden waren. Sein Geständnis und die anschließende Inhaftierung lösten innerhalb der Partei scharfe Reaktionen aus; der amtierende SNP‑Vorsitzende und First Minister John Swinney entschuldigte sich bei Mitgliedern und bezeichnete das Verhalten als schweren Vertrauensbruch.

Gegenstand der weiteren Verhandlung wird die genaue Strafzumessung sein; Richter und Anklage haben angekündigt, dass bei der Urteilsverkündung am 23. Juni weitere strafrechtliche Details dargelegt werden. Murrell wurde bei der heutigen Verhandlung aus dem Gerichtssaal abgeführt, wobei die Richter sein Verhalten als eklatanten Vertrauensbruch gegenüber der Partei bezeichneten.