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Gold verliert Glanz in Asien: Ölpreise und hawkische Fed‑Erwartungen drücken Nachfrage

Anhaltend hohe Ölpreise und eine hawkische Zinserwartung haben die Nachfrage nach Gold in Asien merklich gedämpft.

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Titelbild: Gold verliert Glanz in Asien: Ölpreise und hawkische Fed‑Erwartungen drücken Nachfrage
Gold geriet in Asien unter Druck, da steigende Energiepreise und die Aussicht auf weiterhin hohe Zinsen verzinsliche Anlagen attraktiver machten.

Nach Angaben regionaler Marktberichte geriet Gold in Asien zuletzt unter deutlichen Verkaufsdruck. Der Preis für eine Feinunze fiel bis Freitagmorgen auf rund 4.620 US-Dollar und liegt damit etwa 12 Prozent unter dem Stand vom 27. Februar von 5.247,90 US-Dollar.

Im Mittelpunkt der Schwäche steht die erneute Rally bei Energiepreisen. Brent‑Rohöl‑Futures für Juli stiegen um fast 1 Prozent auf 111,41 US-Dollar je Barrel, während der Juni‑Kontrakt, dessen Laufzeit am Donnerstag endete, mit 126,41 US-Dollar je Barrel den höchsten Stand seit März 2022 erreichte. Höhere Ölpreise nähren Inflationssorgen und verschieben damit die Erwartungen an die Geldpolitik.

Gleichzeitig verstärkt die Erwartung einer weiterhin straffen Politik der Zentralbanken den Verkaufsdruck auf das nicht verzinste Edelmetall. Marktteilnehmer sehen die Wahrscheinlichkeit sinkender Leitzinsen derzeit als gering an, solange der Inflationsdruck durch teurere Energie hoch bleibt. In einem solchen Umfeld werden verzinsliche Anlagen gegenüber Gold attraktiver, was die Nachfrage nach dem Edelmetall zusätzlich schwächt.

Diese Entwicklung stellt einen deutlichen Rückschlag nach dem starken Anstieg im Vorjahr dar. Gold hatte Ende Dezember bereits deutlich zugelegt: Per Feinunze wurden zum 31. Dezember 4.339,65 US-Dollar notiert, nach einem Anstieg von 65 Prozent gegenüber dem 2. Januar des Vorjahres (2.624 US-Dollar). Ein Zwischenhoch war am 28. Januar mit 5.602 US-Dollar je Feinunze erreicht worden.