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Inflation in Österreich: Teuerung im Jänner 2026 bei 2,0%, VPI/HVPI auf Basisjahr 2025 umgestellt

Die Inflationsrate in Österreich lag im Jänner 2026 bei 2,0% gegenüber dem Vorjahr, während Statistik Austria den VPI und HVPI auf das Basisjahr 2025 umstellt.

JKCM Desk 2 Min Lesezeit
Titelbild: Inflation in Österreich: Teuerung im Jänner 2026 bei 2,0%, VPI/HVPI auf Basisjahr 2025 umgestellt
  • Der Verbraucherpreisindex (VPI) und der harmonisierte Index (HVPI) weisen für Jänner 2026 jeweils +2,0% gegenüber dem Vorjahr aus.
  • Die Schnellschätzung Anfang Februar hatte bereits eine Inflationsrate von 2,0% signalisiert.
  • Mit Jänner 2026 beginnt die Umstellung auf das Basisjahr 2025=100 und eine neue Konsumklassifikation (COICOP/ECOICOP).
  • Im europäischen Vergleich lag die Teuerung im Euroraum im Jänner 2026 bei 1,7% laut Eurostat.
  • Die nächsten endgültigen Werte werden mit den Februar-Daten im März erwartet.

Die Teuerung in Österreich ist zu Jahresbeginn deutlich zurückgegangen. Für den Jänner 2026 weist Statistik Austria eine Inflationsrate von 2,0% aus. Damit liegt der Wert klar unter den Raten, die im Jahresverlauf 2025 und zum Jahresende 2025 gemessen wurden. Der Verbraucherpreisindex (VPI) und der harmonisierte Verbraucherpreisindex (HVPI) zeigen für den Monat jeweils denselben Jahresabstand von +2,0%.

Für die Einordnung ist wichtig, was die beiden Indizes messen. Der VPI bildet die Preisentwicklung aus Sicht privater Haushalte in Österreich ab und wird häufig für nationale Anpassungen (z.B. in Verträgen) herangezogen. Der HVPI folgt europäischen Regeln und ist für Vergleiche innerhalb der EU sowie für die geldpolitische Betrachtung im Euroraum zentral. Dass beide Indizes für Jänner 2026 denselben Jahreswert ausweisen, erleichtert die Vergleichbarkeit, ersetzt aber nicht die Detailanalyse nach Gütergruppen.

Bereits Anfang Februar hatte Statistik Austria in einer Schnellschätzung 2,0% für Jänner in Aussicht gestellt. In dieser Vorabschätzung wurden als wesentliche Faktoren für die niedrigere Teuerung im Vergleich zu 2025 unter anderem ein auslaufender Basiseffekt bei Strom sowie Preisrückgänge bei Energiekomponenten genannt. Solche Basiseffekte entstehen, wenn Preisänderungen des Vorjahres aus dem Vergleich herausfallen und dadurch die Jahresrate spürbar sinken kann, ohne dass alle Preise aktuell fallen müssen.

Parallel zur Veröffentlichung der Jänner‑Daten läuft eine technische, aber für Zeitreihen wichtige Umstellung: VPI und HVPI werden auf das neue Basisjahr 2025=100 umgestellt, außerdem kommt ab Jänner 2026 eine aktualisierte Konsumklassifikation (COICOP/ECOICOP) zum Einsatz. Das ist für Analyst:innen relevant, weil sich Gewichte und Zuordnungen einzelner Güterpositionen ändern können, während die Indizes als Gesamtreihen fortgeführt werden.

Im europäischen Umfeld zeigt Eurostat für den Jänner 2026 eine Jahresinflation von 1,7% im Euroraum. Österreich liegt mit 2,0% damit über dem Euroraum‑Schnitt, aber deutlich näher an der europäischen Lage als noch in Phasen mit stark abweichender Energie‑ oder Dienstleistungsinflation. Für Haushalte und Unternehmen bleibt entscheidend, wie sich einzelne Waren‑ und Dienstleistungsgruppen entwickeln – insbesondere Mieten, Energie, Nahrungsmittel und Dienstleistungen, die in der Alltagswahrnehmung oft stärker wirken als der Gesamtindex.

Für die nächsten Wochen richtet sich der Blick auf die Februar‑Werte und auf die Details in den Gruppenindizes. Sie zeigen, ob der Rückgang der Gesamtinflation breit getragen ist oder von einzelnen Posten dominiert wird. Das ist nicht nur für die Konjunkturbeobachtung wichtig, sondern auch für viele Preis‑ und Vertragsanpassungen, die in Österreich an VPI‑ oder HVPI‑Werte gekoppelt sind.