Inflationsindikator erreicht Dreijahreshoch – Verbrauchervertrauen und Hypothekenzinsen reagieren
Ein von der Fed beachteter Preisindex stieg im April auf 3,8% im Jahresvergleich; Verbraucherzufriedenheit und Hypothekenkosten verschlechtern sich spürbar.
- Inflation klettert auf 3,8% im Jahresvergleich
- Verbrauchervertrauen fällt, Hypothekenzinsen steigen weiter.
Nach Angaben der US-Handelsbehörde beschleunigte sich ein von der Federal Reserve genau beobachteter Inflationsindikator im April auf 3,8 Prozent gegenüber dem Vorjahr und erreichte damit den höchsten Stand seit Mai 2023. Die Jahresrate stieg damit gegenüber März (3,5 Prozent) an; die Monatsrate lag im April bei 0,4 Prozent und blieb damit unter dem Anstieg von 0,7 Prozent im März. Diese Zahlen deuten darauf hin, dass die Preisdynamik insgesamt an Fahrt gewonnen hat, obwohl die Monatsentwicklung etwas abgekühlt ist.
Im Mittelpunkt der Entwicklung standen weit verbreitete Preissteigerungen: Neben Treibstoff verteuerten sich im April auch Nahrungsmittel, Bekleidung und Strom. Diese breit gestreuten Erhöhungen werfen die Frage auf, ob sich der Preisdruck in mehreren Konsumbereichen verfestigt. Für viele Haushalte haben die höheren Lebenshaltungskosten spürbare Folgen, weil die Lohnzuwächse mit dem Tempo der Preissteigerungen nicht Schritt halten und das reale Einkommen damit belastet wird.
Finanzmärkte und Kreditnehmer spüren die Auswirkungen unmittelbar: Der durchschnittliche Zinssatz für 30-jährige Festhypotheken stieg auf 6,53 Prozent und setzte damit seinen Aufwärtstrend fort. Höhere Hypothekenzinsen verteuern Kaufnebenkosten für Haushalte und können die Nachfrage auf dem Immobilienmarkt schwächen. Insgesamt erhöhen anhaltend hohe Inflationsraten und steigende Kreditkosten den Druck auf Geldpolitik und Haushaltshaushalte gleichermaßen.