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Kalifornier wählen in Vorwahl über neuen Gouverneur und womöglich über Kontrolle des US-Repräsentantenhauses

Die Vorwahl bestimmt die zwei Finalisten für das Gouverneursamt und prüft erstmals neue Kongressgrenzen, die Kaliforniens Delegation im Repräsentantenhaus verschieben könnten.

JKCM News Redaktion 2 Min Lesezeit
Titelbild: Kalifornier wählen in Vorwahl über neuen Gouverneur und womöglich über Kontrolle des US-Repräsentantenhauses
Die kalifornische Jungle Primary mit 61 Kandidaten im Gouverneursrennen könnte sowohl über das Gouverneursamt als auch über mehrere Kongressmandate mitentscheiden.

Nach Angaben aus Kalifornien stimmen Wählerinnen und Wähler am Dienstag in einer Vorwahl ab, die sowohl die zwei Finalisten im Rennen um das Gouverneursamt als auch den nächsten Bürgermeister von Los Angeles bestimmt. Das sogenannte jungle primary-System lässt unabhängig von Parteizugehörigkeit die beiden Stimmenstärksten in die Stichwahl im November vorstoßen; damit hängt der Ausgang stark von der Verteilung der Stimmen innerhalb großer Felder ab.

Im Mittelpunkt steht das offene Gouverneursamt: Gavin Newsom kann sich nicht zur Wiederwahl stellen und wird zugleich als möglicher Kandidat für 2028 gehandelt. Insgesamt treten 61 Bewerber an. Aktuelle Umfragen sehen den früheren Bundesminister Xavier Becerra vorn, gefolgt von dem demokratischen Milliardär Tom Steyer und dem Republikaner Steve Hilton. Wenn die Umfragen zutreffen, könnten die Demokraten genug Stimmen bündeln, um zwei Plätze in der Stichwahl zu sichern; andernfalls öffnet eine gespaltene Linke die Tür für ein republikanisches Ergebnis.

Zugleich ist die Vorwahl der erste praktische Test einer neu gezogenen Kongresskarte, die per Wählerinitiative vorangetrieben wurde und darauf abzielt, bis zu fünf Sitze zugunsten der Demokraten umzuzeichnen. Unter dem bisherigen System hielten die Demokraten den Großteil der 52 kalifornischen Sitze. Beobachter sehen in der Abstimmung eine Möglichkeit, ob die neue Kartographie das Kräfteverhältnis ändert und damit das nationale Gleichgewicht im Repräsentantenhaus beeinflussen kann.

Daneben bleibt das Rennen um das Amt des Bürgermeisters von Los Angeles umkämpft: Mehr als ein Dutzend Herausforderer treten gegen Amtsinhaberin Karen Bass an, darunter Stadträtin Nithya Raman und Republikaner Spencer Pratt. Besonderes Augenmerk gilt dem 22. Bezirk im Central Valley, wo der republikanische Abgeordnete David Valadao gegen die Demokratinnen Jasmeet Bains und Randy Villegas antritt; dort erwarten Analysten ein enges Rennen.

In den Vorwahlen zeichnen sich auch personelle Konsequenzen ab. Das Feld um Becerra konsolidierte sich, nachdem Ex-Frontrunner Eric Swalwell das Rennen verlassen und im April sein Kongressmandat niedergelegt hatte; Swalwell bestreitet die erhobenen Vorwürfe. Das Abschneiden von Steyer, der erhebliche eigene Mittel in den Wahlkampf einbrachte, sowie das Abschneiden republikanischer Herausforderer mit prominenter Unterstützung wird an diesem Wahltag zeigen, ob Kalifornien erneut in der Lage ist, zwei Kandidaten derselben Partei in die Gouverneurs-Stichwahl zu schicken.