König Charles III. betont enge US‑britische Beziehungen in Rede vor dem Kongress
Vor Mitgliedern des Kongresses hob der Monarch die jahrhundertealte Verbundenheit hervor, sprach Sicherheitsbedenken an und zog historische Parallelen.
Nach Angaben hat König Charles III. am 28. April 2026 vor einer gemeinsamen Sitzung des US‑Kongresses gesprochen und die engen Beziehungen zwischen Großbritannien und den Vereinigten Staaten betont. Im Saal verfolgten unter anderem Vizepräsident JD Vance und der Sprecher des Repräsentantenhauses, Mike Johnson, seine Ausführungen; der Auftritt war Teil eines Staatsbesuchs zur Würdigung gemeinsamer historischer Bezüge.
Im Mittelpunkt der Rede stand die historisch gewachsene Verbindung beider Länder: Charles stellte heraus, dass sich die Beziehungen über mehr als vier Jahrhunderte erstreckten, und bezeichnete den Besuch als Fortsetzung dieser langen gemeinsamen Geschichte. Er verwies auf kulturelle und politische Bande, die nach seiner Darstellung die Grundlagen für Zusammenarbeit und gegenseitigen Respekt bilden und auch heute noch eine prägende Rolle spielten.
Gleichzeitig wandte sich der König aktuellen Herausforderungen zu und nahm ausdrücklich ein jüngstes Ereignis in der Nähe des Kapitols in den Blick, das darauf abgezielt habe, Führungspersönlichkeiten zu schädigen und Angst zu schüren. Er erklärte seine Entschlossenheit, Gewaltakte abzulehnen, und unterstrich die gemeinsame Verpflichtung, Demokratien und ihre Bürger zu schützen, ungeachtet politischer Differenzen.
Die Ansprache verknüpfte persönliche Erinnerungen mit institutionellen Bezügen. Charles erinnerte an die Rede seiner verstorbenen Mutter im Jahr 1991 und griff eine traditionelle Anekdote aus parlamentarischem Brauchtum auf, um Unterschiede und Gemeinsamkeiten beider Systeme zu illustrieren. Mit einer leichten humoristischen Note sprach er von der alten Praxis, bei offiziellen Parlamentsreden einen Abgeordneten symbolisch zu ‚halten‘, und hob damit zeremonielle Eigenheiten hervor.
Daneben zog der Monarch Lehren aus Vergangenheit und Gegenwart und forderte Standhaftigkeit angesichts internationaler Unsicherheiten. Er rief zu beständiger Kooperation im Angesicht von Konflikten auf, die sich von Europa bis in den Nahen Osten erstrecken, und betonte die Notwendigkeit, gemeinsame Werte wie Demokratie und Freiheit aktiv zu verteidigen.