Lindsey Graham, langjähriger US‑Senator und enger Verbündeter von Donald Trump, stirbt mit 71 nach plötzlicher Erkrankung
Der republikanische Senator aus South Carolina starb am Abend des 11. Juli nach einer kurzen, plötzlichen Erkrankung. Sein Tod trifft den Senat und die Republikanische Partei unerwartet.
- Graham war seit 2003 Senator und kandidierte zur Wiederwahl
- Notrufe deuten auf Brustschmerzen und anschließenden Herzstillstand hin.
Die Kernentwicklung: Der republikanische Senator Lindsey Graham ist am Abend des 11. Juli im Alter von 71 Jahren nach einer kurzen, plötzlichen Erkrankung gestorben. Sein Büro bat um Gebete für die Familie und um Privatsphäre; weitere Details wurden nicht bekanntgegeben.
Zugleich wirft sein Tod sofort politische Fragen auf: Graham vertrat South Carolina seit 2003 im US‑Senat und kandidierte im November zur Wiederwahl. Als profilierter außenpolitischer Falke prägte er Debatten zu Iran, Russland und Verteidigungspolitik und hatte in Washington erhebliches Gewicht. Seine Abwesenheit hinterlässt eine spürbare Lücke in der republikanischen Außenpolitik sowie im innerparteilichen Gefüge.
Infolge des Vorfalls gingen gegen 20:30 Uhr Notrufe ein, die von Brustschmerzen bei einer Person in Grahams Wohnung auf Capitol Hill berichteten. Etwa 25 Minuten später meldeten Einsatzkräfte, dass eine kardiopulmonale Reanimation im Gange sei und die Person einen Herzstillstand erlitt. Vor dem Ereignis gab es nach Bekanntem keine öffentlichen Hinweise auf eine ernsthafte Vorerkrankung; Graham hatte kurz zuvor seinen 71. Geburtstag gefeiert und war in der vergangenen Woche in der Ukraine gewesen.
Der Schritt von scharfer Kritik zu enger politischer Verbundenheit prägte Grahams Karriere. Er begann 1994 im Repräsentantenhaus, zog 2002 in den Senat ein und etablierte sich als einflussreicher Fürsprecher militärischer Interventionen. Anfangs ein offener Trump‑Kritiker, wandelte er sich nach dessen Amtsantritt zu einem loyalen Vertrauten und Berater in sicherheitspolitischen Fragen und unterstützte maßgeblich die Verteidigung von Nominierungen wie der von Brett Kavanaugh.
Daneben hinterlässt Graham ein komplexes politisches Erbe persönlicher Wandlungen und strategischer Nähe zur Exekutive. Er galt lange als letzter überlebender Teil der sogenannten three amigos mit John McCain und Joe Lieberman. Reaktionen aus Washington und international würdigten bereits am Sonntag seine Rolle in außen‑ und sicherheitspolitischen Debatten; die Parteiführung und Kollegen zeigten sich bestürzt über den plötzlichen Verlust.