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Trump ernennt Klimaskeptiker Matthew Wielicki zum Leiter des US‑Klima‑Berichts

Ein ehemaliger Geochemiker ohne ausgewiesene Klimawissenschafts‑Qualifikation soll künftig den gesetzlich vorgeschriebenen National Climate Assessment beaufsichtigen.

JKCM News Redaktion 2 Min Lesezeit
Titelbild: Trump ernennt Klimaskeptiker Matthew Wielicki zum Leiter des US‑Klima‑Berichts
Die Entscheidung fällt inmitten umfassender Stellenstreichungen und Umbauten innerhalb der US‑Klimainfrastruktur der Regierung.

Die Kernentwicklung: Matthew Wielicki wird Leiter des US Global Change Research Program (USGCRP) und damit verantwortlich für die Erstellung des National Climate Assessment, des gesetzlich vorgeschriebenen Berichts zu den Folgen des Klimawandels für die Vereinigten Staaten.

Im Mittelpunkt der Kontroverse steht Wielickis öffentliches Auftreten der vergangenen Jahre. Er hat wiederholt zentrale Erkenntnisse zur menschengemachten Erderwärmung in Frage gestellt, sich selbst als Earth science professor‑in‑exile bezeichnet und Inhalte verbreitet, die vor allem in konservativen Kanälen Resonanz fanden. Auf seinem Blog und in öffentlichen Kommentaren bezweifelte er frühere Ausgaben des National Climate Assessment und vertrat die Auffassung, steigende Sonnenstrahlung statt CO2 könne die atmosphärische Erwärmung erklären. In den vorliegenden Informationen werden keine fachlichen Qualifikationen in der Klimawissenschaft ausgewiesen.

Daneben reagierte die Verwaltung auf Kritik mit dem Versprechen, Entscheidungen an bestmöglicher wissenschaftlicher Information auszurichten und das USGCRP wiederherstellen zu wollen. Klimaforscher und Wissenschaftsorganisationen äußerten jedoch scharfe Vorbehalte. Sie warnen, die Ernennung eines ausgewiesenen Skeptikers ohne ausgewiesene Klimaexpertise könne die Integrität und Glaubwürdigkeit des National Climate Assessment unterminieren und politischen Einfluss in ein zentrales wissenschaftliches Gremium bringen.

Inzwischen hat Wielicki seine Professur in den Geowissenschaften an der University of Alabama vor einigen Jahren aufgegeben; er begründete seinen Austritt mit Kritik an Teilen der wissenschaftlichen Gemeinschaft und ihrer Haltung zur Klimanarrative. Beobachter werten die Personalentscheidung als Teil einer breiter angelegten Strategie der Administration, bestehende Klimaforschungsstrukturen umzubauen und wissenschaftliche Schwerpunkte neu zu setzen. Die Ernennung fällt zeitlich zusammen mit umfassenden Einschnitten in die Klimainfrastruktur der Regierung, darunter der Schließung von Datenzugängen und dem Abbau einzelner Forschungsstellen.