Demokraten werfen Graham Platner Einmischung in Nachfolgeverfahren vor
Maine-Demokraten verlangen den Rückzug des umstrittenen Nominierten und schließen dessen Team von der Auswahl eines möglichen Ersatzkandidaten aus.
Die Kernentwicklung: In Maine hat die Parteiführung der Demokraten erklärt, das Team des umstrittenen Senatsnominierten Graham Platner habe wiederholt versucht, den Prozess zur Auswahl eines möglichen Ersatzkandidaten zu beeinflussen und dürfe dabei keine Rolle spielen. Die Landespartei forderte Platner zugleich auf, formell aus dem Rennen auszusteigen, damit ein Nachfolger bestimmt werden könne.
Im Mittelpunkt steht eine Anschuldigung wegen sexuellen Missbrauchs gegen Platner, die er zurückweist; er hatte erklärt, er nehme sich Zeit, um über das weitere Vorgehen nachzudenken. Zahlreiche prominente Demokraten hatten ihn aufgefordert, seine Kandidatur zu beenden. Die Parteiführung in Maine argumentiert, ein Rückzug sei nötig, damit die Partei ihre Ressourcen auf den Wahlkampf gegen die republikanische Amtsinhaberin Susan Collins konzentrieren könne.
Zugleich betonten Funktionäre, Platner müsse formal aus dem Rennen austreten, damit die Partei einen Ersatz nominieren könne. Nach den Fristen des Bundesstaats läuft die Frist für einen Rückzug zum 13. Juli um 17:00 Uhr Eastern Time; nur dann könne die Partei innerhalb der folgenden zweiwöchigen Periode einen neuen Kandidaten bis zum 27. Juli benennen. In diesem Zeitfenster haben Parteivertreter mehrere frühere Bewerberinnen und Bewerber sowie bekannte Landespolitiker als mögliche Nachfolger diskutiert.
Daneben wächst die Frustration innerhalb der Partei über Platners fortgesetzte Anwesenheit in der Kampagne. Ein führender Landespolitiker kritisierte, Platners Verbleib schade den Aussichten der Demokraten in Maine und habe sein Team damit seines Anspruchs auf Mitwirkung an einem Nachfolgeprozess beraubt. Die Parteiführung kündigte an, die Details des Verfahrens öffentlich zu machen, sobald Platner offiziell zurücktrete.