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Liz Truss warnt vor Niedergang Großbritanniens, befürwortet Bitcoin und startet CPAC UK

Die Ex-Premierministerin warnt vor langfristigem Niedergang, kritisiert Geldentwertung und zunehmende Zentralisierung und sieht in Bitcoin sowie einer neuen politischen Konferenz Gegenmittel.

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Titelbild: Liz Truss warnt vor Niedergang Großbritanniens, befürwortet Bitcoin und startet CPAC UK
Truss stellt die Debatte über Geldpolitik als tabuisiert dar und positioniert Bitcoin als Instrument gegen Inflation und staatliche Kontrolle.

Nach Angaben von CoinDesk sieht Liz Truss das britische Wirtschaftssystem auf einem sehr negativen Trajektorie. Sie führt anhaltende Stagnation in Großbritannien unter anderem auf eine fehlende Debatte über Geldpolitik sowie auf die fortschreitende Entwertung des Pfunds durch Inflation und Gelddruck zurück.

Im Mittelpunkt ihrer Kritik steht die Frage von sound money. Truss beklagt, dass in Politik und Wissenschaft kaum noch ernsthaft über Geldordnung diskutiert werde; diese Leerstelle habe dazu beigetragen, dass sich strukturelle Schwächen unbemerkt verfestigen konnten. Zugleich rügt sie wachsende Zentralisierung und staatliche Eingriffe, die nach ihrer Darstellung Unternehmertum und finanzielle Eigenständigkeit hemmen.

Nach dem Schritt durch das umstrittene Mini‑Budget 2022 sieht Truss die Marktverwerfungen nicht als ursprünglichen Auslöser, sondern als Offenlegung bereits vorhandener Fragilitäten. Die Turbulenzen hätten verborgene Risiken, etwa in gehebelten Pensionsstrategien, ans Licht gebracht und damit die Notwendigkeit einer grundlegenden Neuüberlegung von Geld‑ und Wirtschaftsordnung unterstrichen.

Daneben bezieht Truss Bitcoin ausdrücklich in ihre Argumentation ein. Sie berichtet, das Thema erstmals während ihrer Zeit im Finanzministerium kennengelernt zu haben, und zeigt sich sehr interessiert an der Kryptowährung. In ihrer Darstellung kann Bitcoin einen Schutz gegen Währungsentwertung bieten und Teil eines Gegenentwurfs zu zentralisierter Kontrolle über Geld sein.

Gleichzeitig treibt Truss den Aufbau einer politischen Bewegung voran und plant eine CPAC‑UK‑Konferenz, die Aktivisten, Unternehmer und Befürworter von Souveränität und Freiheit zusammenführen soll. Ihr Appell ist deutlich: Entweder ändere Großbritannien seinen Kurs, oder es drohe ein langfristiger Niedergang; die derzeitigen Rahmenbedingungen – hohe Steuern, Regulierung und Energiekosten – verringerten nach ihrer Auffassung die Anreize zu arbeiten und zu investieren.

Unterdessen verbindet Truss wirtschafts‑ und geldpolitische Kritik mit einem organisatorischen Vorstoß in den zivilgesellschaftlichen Raum. Die geplante Konferenz und ihre politischen Aussagen zielen darauf ab, eine breitere Debatte über Geldordnung, staatliche Eingriffe und wirtschaftliche Anreize zu forcieren.