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Deutschland scheitert bei Wahl in den UN‑Sicherheitsrat – Portugal und Österreich erhalten westliche Sitze

Bei geheimer Abstimmung vergab die UN‑Vollversammlung die beiden westeuropäischen Sitze ab 2027 an Portugal und Österreich; Deutschland landete hinter den Konkurrenten.

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Titelbild: Deutschland scheitert bei Wahl in den UN‑Sicherheitsrat – Portugal und Österreich erhalten westliche Sitze
  • Portugal und Österreich gewannen die beiden westeuropäischen Sitze
  • Deutschland erhielt 104 Stimmen und scheiterte damit am Einzug in den Rat.

Nach dem Schritt der UN‑Vollversammlung zog Deutschland bei der Wahl der nichtständigen Mitglieder des Sicherheitsrats den Kürzeren. In geheimer Abstimmung entfielen auf Portugal 134 und auf Österreich 131 Stimmen für die beiden Sitze der westeuropäischen Gruppe. Deutschland kam auf 104 Stimmen und verfehlte damit die erforderliche Unterstützung für eine Zugehörigkeit ab dem 1. Januar 2027.

Gleichzeitig bestätigten die Delegierten weitere Kandidaten aus anderen Regionen. Simbabwe wurde als Vertreter Afrikas mit 182 Stimmen gewählt, Trinidad und Tobago sicherte sich den Sitz für Lateinamerika und die Karibik mit 181 Stimmen. Für den asiatischen Sitz brachte die erste Runde kein abschließendes Ergebnis, deshalb kam es zu einer zweiten Abstimmung zwischen den Philippinen und Kirgisistan.

Die deutsche Kandidatur war von intensiver Diplomatie geprägt: Außenminister Johann Wadephul führte in New York zahlreiche Gespräche mit Diplomaten und Regierungsvertretern und warb bis kurz vor der Abstimmung für die Bewerbung. Er verwies dabei auf Deutschlands finanzielle Beiträge zu den Vereinten Nationen, die Beteiligung an Friedensmissionen und Erwartungen an mehr Einfluss für afrikanische Staaten im Sicherheitsrat.

Daneben wurden strukturelle Nachteile der Berliner Kampagne hervorgehoben. Österreich und Portugal hatten ihre Kandidaturen früher öffentlich gemacht, während Deutschland erst 2020 offiziell in den Wettbewerb eingetreten war und somit weniger Vorlaufzeit zum Stimmenwerben hatte. Beobachter nannten zudem, die Bundesregierung habe in Fragen rund um Angriffe auf Iran durch die USA oder Israel nicht ausdrücklich erklärt, diese verstießen gegen das Völkerrecht; dies wurde als möglicher Hemmschuh für die Stimmenakquise gewertet.

Die fünf nun Gewählten treten die Nachfolge von Pakistan, Somalia, Griechenland, Dänemark und Panama an. Zusammen mit den bereits für die Amtsperiode 2026–2027 bestimmten Ländern Demokratische Republik Kongo, Liberia, Lettland, Kolumbien und Bahrain werden sie die nichtständigen Sitze im kommenden Turnus besetzen. Die Abstimmung spiegelt damit die laufenden Verschiebungen in der regionalen Repräsentation innerhalb des Sicherheitsrats wider.