JKCM News
Startseite
Amerika

Mann gesteht Rolle bei Ermordung von Run‑DMC‑DJ Jam Master Jay

Mehr als zwei Jahrzehnte nach dem tödlichen Schuss auf Jason Mizell gestand Jay Bryant, anderen geholfen zu haben, in das Tonstudio zu gelangen, in dem der Run‑DMC‑DJ 2002 getötet wurde.

JKCM News 2 Min Lesezeit
Titelbild: Mann gesteht Rolle bei Ermordung von Run‑DMC‑DJ Jam Master Jay
  • Bryant sagte vor Gericht, er habe gewusst, dass eine Waffe eingesetzt werden würde
  • er nannte keine weiteren Beteiligten.

Nach Angaben des Gerichts gestand Jay Bryant am Montag vor einem US‑Bundesgericht, eine Rolle bei der Erschießung von Jason Mizell, bekannt als Jam Master Jay, gespielt zu haben. Er räumte ein, anderen Personen den Zugang zu dem Aufnahme‑Studio in Queens ermöglicht zu haben und erklärte, ihm sei bewusst gewesen, dass eine Waffe zum Einsatz kommen würde.

Im Mittelpunkt seiner Einlassung stand die Anerkennung seiner Schuld: Bryant sagte einem Bundesrichter, er habe das Gebäude betretenen Tätern geholfen und gewusst, dass sein Verhalten falsch und kriminell war. Er nannte dabei keine weiteren Namen oder Mitwisser. Ein Termin für die Urteilsverkündung wurde bislang nicht angesetzt.

Nach dem Schritt, sich schuldig zu bekennen, stehen gegen Bryant bereits weitere Vorwürfe aus früheren Ermittlungen; die Staatsanwaltschaften hatten ihn zudem wegen Drogen‑ und Waffenvergehen angeklagt, denen er zuvor zugestimmt hatte. Als Teil der Beweisführung nannten die Ermittler DNA‑Spuren, die auf einer im Studio gefundenen Mütze mit seiner DNA in Verbindung gebracht wurden, sowie Zeugenaussagen, wonach Bryant in der Vergangenheit behauptet habe, selbst geschossen zu haben.

Zugleich wirft der Fall ein Licht auf vorherige Prozesse und Rückschläge im Verfahren um Mizells Tod. 2024 waren zwei Männer, Karl Jordan Jr. und Ronald Washington, verurteilt worden; später kippte ein Richter die Verurteilung gegen Jordan, und Washington hat juristische Schritte gegen sein Urteil eingeleitet. Die Verteidiger der beiden hatten ihre Mandanten wiederholt als unschuldig dargestellt.

Daneben erinnerte der Fall an die Bedeutung von Jason Mizell für die Hip‑Hop‑Szene: Als Jam Master Jay war er Mitglied des prägenden Trios Run‑DMC und wurde im Oktober 2002 in seinem Studio in Queens erschossen. Der Mord blieb über Jahre vielfach ungeklärt und führte erst nach 2020 zu neuen Festnahmen und Anklagen. Berichten zufolge reagierte Bryant im Gerichtssaal kurz nach seinem Geständnis mit einem Daumen hoch an eine Person im Publikum; sowohl diese Person als auch Bryants Anwälte lehnten danach weitere Stellungnahmen ab. Medienberichten zufolge könnte Bryant eine mehrjährige Haftstrafe erwarten, doch ein genauer Strafrahmen hängt von der bevorstehenden Urteilsfindung ab.